Fünf-Zentner-Bombe muss heute entschärft werden

Bei Bauarbeiten wurde am heutigen Mittwochvormittag, 7. Dezember 2022, im Bereich der Sportanlage des Stadtgymnasiums Köln-Porz (Humboldtstraße 10, 51145 Köln) ein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Es handelt sich um eine amerikanische Fünf-Zentner-Bombe mit Heckaufschlagzünder.

Das Kampfmittel muss noch heute entschärft werden. Dafür muss der Gefahrenbereich abgesperrt und evakuiert werden. Der Kampfmittelbeseitigungsdienst der Bezirksregierung Düsseldorf (KBD) und das Ordnungsamt der Stadt Köln sind vor Ort.

Das Ordnungsamt entscheidet über alle weiteren Maßnahmen zur Absperrung und Evakuierung. Der endgültige Gefahrenbereich wurde vom KBD mit einem endgültigen Radius von 400 Metern festgelegt. Rund 3.500 Personen werden von Evakuierungen betroffen sein. Wann der Blindgänger entschärft wird, steht noch nicht fest.

Eine Anlaufstelle wird eingerichtet. Wo sich diese befinden und wann diese öffnen wird, steht noch nicht fest. Diese Information wird schnellstmöglich nachgereicht.

Wegen Straßensperren und damit verbundenen Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich hier, bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben und weiteren betroffenen Verkehrsunternehmen zu informieren.

Update 1 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz  
Eine Anlaufstelle für Betroffene Anwohner*innen wird in der Turnhalle der Max-Planck-Realschule, Planckstraße 14, 51145 Köln-Porz, eingerichtet. Diese öffnet voraussichtlich ab 14.30 Uhr. Der Zugang ist ebenerdig.

Update 2 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz  
Das Ordnungsamt hat mit dem ersten Klingeldurchgang begonnen. Alle Personen werden aufgefordert, den Evakuierungsbereich zu verlassen. Im anschließenden zweiten Klingeldurchgang stellt das Ordnungsamt sicher, dass alle Personen den Evakuierungsbereich verlassen haben. Sobald dies geschehen ist und die Krankentransporte abgeschlossen sind, wird das Ordnungsamt die Freigabe zur Entschärfung erteilen. Ein Zeitpunkt steht noch nicht fest.  

Weitere Informationen erhalten Betroffene beim Bürgertelefon unter 0221 / 221-0 sowie bei der Einsatzleitzentrale des Ordnungsamtes unter 0221 / 221-32000.  

Rund um den Gefahrenbereich werden sukzessive Straßensperren aufgebaut. Der gesamte Bereich sollte daher großräumig umfahren werden.  

Folgende Straßensperren sind eingezogen:

  • Humboldtstraße Fahrtrichtung Süden ab ungefährer Höhe der Hausnummer 77/86
  • Solinger Straße/Ecke Martin-Luther-Straße
  • Königsberger Straße/Ecke Liegnitzer Straße
  • Memeler Straße ab ungefährer Höhe der Hausnummer 44
  • Fauststraße ab ungefährer Höhe der Hausnummer 76
  • Marienburger Straße ab ungefährer Höhe der Hausnummer 7
  • Kaiserstraße/Ecke Egmontstraße
  • Heinrich-Lob-Weg ab ungefährer Höhe der Hausnummer 23
  • Brucknerstraße/Ecke Beethovenstraße
  • Kaiserstraße ab ungefährer Höhe der Hausnummer 129 in Fahrtrichtung Osten
  • Voltastraße/Ecke Ohmstraße
  • Siemensstraße/Ecke Ohmstraße
  • Planckstraße ab ungefährer Höhe der Hausnummer 5 in Fahrtrichtung Süden  

Zur Unterbindung von Fußverkehr und Radverkehr können weitere kleinere Sperren in kleinen Stichstraßen und Anliegerstraßen sowie Grünflächen eingerichtet sein, um den Gefahrenbereich zu schützen.  

Betroffen von den Sperrungen sind seit 14.30 Uhr auch die KVB-Buslinien 151, 152, 160, 161, 162 und 165. Laut KVB werden diese über die Bergerstraße und die Josephstraße in beiden Fahrrichtungen abgeleitet, um wieder auf den ursprünglichen Linienweg an der Frankfurter Straße zu kommen. Die Linien 151 und 152 bedienen die Haltestellen (H) Bahnhof Porz, (H) Celsiusstraße, (H) Feuerwache, (H) Urbach Kaiserstraße, (H) Im Falkenhorst und (H) Eil Kirche  nicht mehr; die Linie 160 die Haltestellen (H) Bahnhof Porz, (H) Celsiusstraße, (H) Voltastraße, (H) Siemensstraße und (H) Kopernikusschule; die Linie 161 die Haltestellen (H) Bahnhof Porz, (H) Celsiusstraße und (H) Feuerwache); die Linie 162 die Haltestellen (H) Bahnhof Porz, (H) Celsiusstraße, (H) Voltastraße, (H) Siemensstraße, (H) Dorotheenstraße.  

Zur Anbindung an den Bahnhof Porz bedienen die genannten Linien stattdessen die Haltestelle (H) Klingerstraße.   Rund um den endgültigen Evakuierungsbereich werden weitere kleine Sperren eingerichtet, so dass niemand mehr in den Evakuierungsbereich gehen oder fahren kann.  

Der Luftraum wird kurzfristig für den Entschärfungszeitraum gesperrt.

Update 3 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz  
Das Stadtgymnasium und die als Anlaufstelle genutzte Max-Planck-Realschule haben sich eigenständig evakuiert. Bisher halten sich rund 50 Personen in der Anlaufstelle in der Turnhalle der Max-Planck-Realschule auf. Von der Evakuierung sind mehr als 800 Personen mit einem Alter über 65 Jahren betroffen. Bisher liegen der Einsatzleitung des Ordnungsamtes Meldungen über 29 benötigte Krankentransporte von gehbehinderten bzw. kranken Personen vor, darunter sind zwei Corona-Fälle.
Ferner ist ein Seniorenheim an der Königsberger Straße betroffen. Ein Dienstgruppenleiter des Ordnungsdienstes, der über die entsprechende Fahrerlaubnis verfügt, wird fast 100 Bewohner*innen sitzend mit einem Linienbus aus dem Gefahrenbereich transportieren. Die Einsatzleitung bittet den motorisierten Individualverkehr, den Gefahrenbereich großräumig zu umfahren, um die Evakuierungen nicht zu verzögern.

Update 4 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz  
Der erste Klingeldurchgang des Ordnungsamtes ist beendet. Der zweite beginnt in Kürze. In der Anlaufstelle befinden sich mittlerweile rund 150 Personen. Neben der Turnhalle wird nun auch die Mensa der Max-Planck-Realschule genutzt. 
Die Zahl der Krankentransporte liegt mittlerweile bei 38, darunter ein RTW-Einsatz wegen Atemnot einer Person und drei Corona-Fälle.
Die Evakuierung wird aktuell von 130 Mitarbeitenden des Ordnungsdienstes und des Verkehrsdienstes der Stadt Köln betreut. Unterstützt werden sie von Feuerwehr Köln, Polizei Köln und diversen Hilfsorganisationen. Mit einem Linienbus der KVB wurden die ersten Bewohner*innen des Seniorenheims an der Königsberger Straße zu einem anderen Standort an der Konrad-Adenauer-Straße gefahren. Eine zweite Fahrt ist nun notwendig.
Da leider zahlreiche behindernd parkende Pkw die Zufahrt über die Konrad-Adenauer-Straße erschweren, bittet die Stadt Köln im dortigen Bereich, dass Fahrzeughalter*innen ihre Autos versetzen. Andernfalls müssen Kräfte des Verkehrsdienstes einschreiten und ggf. Wagen sicherstellen, sollten die Halter*innen nicht erreicht werden.

Update 5 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz    
Der zweite Klingeldurchgang ist beendet. Die Einsatzleitung wird die Sperrung des Luftraums bei der Flugsicherung für gegen 21 Uhr beantragen.  

In der Turnhalle und der Mensa der Max-Planck-Realschule, die als Anlaufstelle dient, halten sich aktuell 130 Personen auf. Die Betroffenen werden mit Getränken, Snacks und einer warmen Mahlzeit versorgt. Letztere hat die Feuerwehr Köln für die wartenden Anwohner*innen und ebenso für die Einsatzkräfte bestellt.  

Die Zahl der Krankentransporte hat sich auf 44 erhöht, darunter drei Corona-Fälle und ein RTW-Einsatz wegen Atemnot bei einer Person.  

Neben einem Seniorenheim an der Königsberger Straße, aus dem rund 100 Bewohner*innen in andere Standorte per Ordnungsamt-Bustransport verteilt werden, musste auch ein betreutes Seniorenwohnen mit rund 30 Bewohner*innen evakuiert werden.

Update 6 zur Weltkriegsbombe in Köln-Porz  
Die Freigabe zur Entschärfung wurde um 21 Uhr an den Kampfmittelbeseitigungsdienst erteilt.

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Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit