Oberbürgermeisterin Reker zeichnet Preisträger im Odysseum in Köln-Kalk aus

Oberbürgermeisterin Henriette Reker hat am heutigen Mittwoch, 12. Dezember 2018, den Umweltschutzpreis der Stadt Köln im Abenteuermuseum Odysseum in Köln-Kalk verliehen. Mit dem Preis, der vor 40 Jahren zum ersten Mal vergeben wurde, honoriert die Stadt Köln herausragende Leistungen, Ideen und Projekte zur Verbesserung von Natur und städtischer Umwelt sowie umwelttechnische Innovationen. Auch in diesem Jahr gibt es wieder eine spezielle Auszeichnung für Kinder-, Jugend- und Schülergruppen, mit dem ein besonderes Umwelt-Engagement der jüngeren Generation honoriert wird.

Umweltbildung und Umweltpädagogik hatten vor vierzig Jahren sicher nicht den Stellenwert, den wir diesen Themen heute beimessen. Mittlerweile sind beide Themen aus den Konzepten und Lehrplänen für Kindertagesstätten und Schulen nicht mehr wegzudenken,

so Oberbürgermeisterin Henriette Reker.  

Den ersten Platz belegte das Modellprojekt "Intensive Begrünung der Liegenschaft Antwerpener Straße 6-14" der Stadtplaner und Architekten Jankowski und Bürgener. Thema des Projektes ist die Bepflanzung von Dachebenen und Fassaden, die klimafördernd die Luftqualität beeinflusst und das Stadtquartier aufwertet. Außerdem gibt es 3.000 Euro Preisgeld.

Über je 1.500 Euro und einen zweiten Platz freuen können sich die Arbeitsgruppe Freiluga, die mit ihrem Konzept "Wildbienenschutz in der Freiluga" dem Insektensterben entgegenwirkt und die gewonnenen Erfahrungen in den Unterricht des außerschulischen Lernortes der "Freiluga" einbindet. Ein weiterer zweiter Platz ging an den Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club e. V. für den Beitrag "Immer mehr Kölner fahren immer öfter mit dem Rad". Vor dem Hintergrund eines zunehmenden Autoverkehrs setzt sich der ADFC für eine Verkehrswende ein und engagiert sich für eine alternative Mobilität und die Entwicklung einer fahrradgerechten Stadt.

Der Ehrenfelder Verein für Arbeit und Qualifizierung, eva e. V., erhielt für das "Baumscheibenprojekt des Ehrenfelder Vereins" eine Belobigung. Bürgerinnen und Bürger wurden motiviert, Beete rund um die Straßenbäume zu bepflanzen und die Wohnquartiere grüner und attraktiver zu gestalten. Ebenfalls belobigt wurden Clara Leistenschneider und Amrei Fidler, Studierende des Fachbereiches Zoologie der Universität zu Köln. Die Ergebnisse ihrer Masterarbeiten zu "Mikroplastik im Rhein bei Köln" fließen in Schulprojekte ein.

In der Kategorie "Umweltschutzpreis Kinder-, Jugend- und Schulgruppen" gab es folgende Gewinnerinnen und Gewinner:

Die Kindertagesstätte Elsaßstraße erhielt mit dem Beitrag "Ökologische Bildung" 1.000 Euro für den ersten Platz. Die Kinder haben mit viel Eifer den Innenhof ihrer Einrichtung grün gestaltet und den Umgang mit der Natur sowie auch Müll- und Wertstofftrennung erlernt.

Den zweiten Platz belegt die Kindertagesstätte Trenkebergstraße. Die Kinder haben sich nicht nur mit dem Thema "Müll" beschäftigt, sondern auch tatkräftig bei den Aktionen "Kölle putzmunter" und "Let’s clean up Europe" mitgewirkt und dabei den Uferbereich des Rheins in Köln-Rodenkirchen gesäubert. Die Kindertagesstätte erhält 800 Euro.

Der dritte Platz ging an das Georg-Büchner-Gymnasium in Weiden für die Eröffnung eines Eine-Welt-Ladens am Gymnasium. Der Verkauf von ökologisch nachhaltig produzierten Schulbedarfsartikeln und Bio-Lebensmitteln in der Schule und auf Veranstaltungen macht auf das Konsumverhalten aufmerksam. Die Schule bekommt 800 Euro Preisgeld.

Die Kindertagesstätte Koblenzer Straße in Köln-Bayenthal wurde für das Projekt "Köln, die Stadt, in der wir leben" mit dem vierten Platz ausgezeichnet. Die Kinder erforschten die Wasserqualität zum Ereignis Hochwasser des Rheins. Dafür gibt es 700 Euro Preisgeld.

Das Schulgartenprojekt "Alte Wurzeln, neue Triebe – wir wachsen weiter Richtung Veedel" der Gemeinschaftsgrundschule Wendelinstraße in Köln-Müngersdorf belegt den fünften Platz und erhält 700 Euro Preisgeld. Die Anpflanzung von heimischen Pflanzen und Stauden schafft auch neuen Lebensraum für Kleinsäuger und Vögel.

Das Engagement des Kinder- und Jugendtreffs Picco in Holweide würdigte Oberbürgermeisterin Henriette Reker mit einer Belobigung. Umwelt- und Nachhaltigkeitsaspekte wurden im alltäglichen Einrichtungsbetrieb berücksichtigt.

Eine 15-köpfige Jury, bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern aus Politik und Verwaltung, Hochschulen, Medien, Umweltverbänden, Stadtsparkasse Köln und Abfallwirtschaftsbetrieben, hatte die Sieger aus insgesamt 35 eingereichten Beiträgen ausgewählt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit