In der Sendung der WDR Lokalzeit Köln vom 21. November 2018 sagt der Künstler HA Schult:

Ich werfe ihr (der Stadtspitze) vor, dass sie die Kunst zensiert. Denn es gibt in dieser Stadt einen Kunstbeirat.

Er führt dann weiter aus:

… das sind Künstler, die meist schlechter sind als gute Künstler und diese entscheiden dann über gute Künstler.

Hierzu möchte die Stadt Köln Folgendes richtig stellen: Weder die Stadtspitze noch der Kunstbeirat zensieren Kunst. Satzungsgemäß berät der Kunstbeirat als ständiges Gutachter-Gremium den Rat und seine Ausschüsse sowie die Bezirksvertretungen in allen Fragen von Kunst im öffentlichen Raum. Bei seiner Arbeit geht es also zu allererst um beratende Tätigkeit, aus der sich Empfehlungen an die Entscheidungsgremien Rat und Bezirksvertretungen entwickeln. Dies jedoch ausschließlich für Kunst im öffentlichen städtischen Raum – weder Kunst im privaten Bereich, noch Kunst in Museen, Galerien oder Ausstellungen wird von dessen Arbeit berührt.

Bei der sich beständig erweiternden Vielzahl an Skulpturen, Mahn- und Gedenkorten im Stadtbild benötigt die Politik und die Verwaltung ein beratendes Gremium, das die Verwendung öffentlicher Mittel nach künstlerischen Gesichtspunkten ermöglicht, indem sie sich über die in vielen Fällen bestehenden konkurrierenden ästhetischen Wertungen einzelner Kunstwerke und über das Spannungsverhältnis zwischen einem Kunstwerk und seinem öffentlichen Umfeld mit Sachverstand und Expertise informieren lässt.

Der Kunstbeirat setzt sich entgegen HA Schults Überzeugung keineswegs aus schlechten Künstlern zusammen. Die in dieses Gremium bestellten Sachkundigen Bürgerinnen und Bürger sind Institutsleiter, Galeristen, Lehrbeauftragte, Architekten, Stiftungsvorsitzende, Kulturwissenschaftler und auch Künstler.

Der Kunstbeirat unterscheidet nicht zwischen guter und schlechter Kunst. Der Kunstbeirat ist eine Instanz, die dem Wildwuchs von skulpturaler Kunst im öffentlichen städtischen Raum mit Bedacht entgegentritt und sich zum Wohle des Stadtbildes mit jedem bei ihm vorgebrachten Kunstwerk wertschätzend und anerkennend, intensiv auseinandersetzt.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit