Stadt sieht 400 zusätzliche Ladepunkte für Elektrofahrzeuge vor

Die Verwaltung legt dem Rat für das nächste Jahr eine Beschlussvorlage zum Standortkonzept "Ladeinfrastruktur im öffentlichen Straßenraum der Stadt Köln" vor. Die Vorlage soll nach Vorberatungen im Verkehrsausschuss, Stadtentwicklungsausschuss sowie allen Bezirksvertretungen in der Ratssitzung am 4. April 2019 behandelt werden.

Mit diesem ausgewogenen Konzept gelingt es uns, ein stadtweites Angebot an Ladestationen zur Verfügung zu stellen, den emissionsfreien Pkw-Verkehr zu fördern und somit einen weiteren wichtigen Beitrag zur Luftreinhaltung zu leisten

so Kölns Beigeordnete für Mobilität und Verkehrsinfrastruktur, Andrea Blome.

Die Ausgangsfragestellung des Standortkonzeptes bestand darin, die 400 Ladepunkte so im Stadtgebiet zu verteilen, dass eine möglichst flächendeckende Versorgung unter Berücksichtigung der potenziellen Nachfrage und Bedarfe gewährleistet ist.

Einerseits soll gezielt die Elektromobilität gefördert werden, indem durch die Vorhaltung einer öffentlichen Ladeinfrastruktur ein Anreiz zum Kauf von Elektrofahrzeugen gegeben wird. Andererseits muss die Ladeinfrastruktur auch die realen sowie potenziellen Bedürfnisse abdecken und somit langfristig wirtschaftlich tragfähig sein. Darüber hinaus sind unterschiedliche Aspekte der Stadtraumgestaltung, der Netzinfrastruktur, des Straßenrechtes sowie des Grünflächenschutzes zu berücksichtigen und im Konfliktfall gegeneinander abzuwägen.

Um die Balance zwischen diesen Interessen und Erfordernissen herzustellen wurden folgende Kriterien festgelegt:

  • Die Standorte müssen im öffentlichen Straßenland an bestehenden Parkplätzen realisierbar sein
  • Jeder Stadtteil erhält mindestens eine Ladesäule
  • Alle der Stadtverwaltung vorliegenden Standortwünsche (Gremienbeschluss, gewerbliche und private Vorschläge) müssen bei der Standortprüfung berücksichtigt werden
  • Aspekte der Stadtraumgestaltung, des Denkmal- und Grünflächenschutzes werden berücksichtigt
  • Die straßenverkehrsrechtliche Anordnung (zum Beispiel Mindestabstände oder Sichtachsen) ist möglich
  • Die vorhandene Netzinfrastruktur ist kein limitierender Faktor. Sinnvolle Standorte sind auch unter Inkaufnahme höherer Investitionskosten zu erschließen
  • Für jeden Standort ist zu prüfen, ob dieser für das Normalladen, das Schnelladen oder das Hochleistungsladen geeignet ist

Ein weiteres Element des Standortkonzeptes ist die Darstellung der Ausbaufähigkeit der Ladeinfrastruktur. Der Handlungsdruck durch die Klimaschutzziele und die Luftreinhalteplanung wird wahrscheinlich zu einer Zunahme der Zulassungszahlen von Elektrofahrzeugen führen. Folglich muss mittelfristig von einem höheren Bedarf an öffentlicher Ladeinfrastruktur, also über die 400 Ladepunkte hinaus, ausgegangen werden. Das Standortkonzept geht darum auf mehrere Ausbauoptionen detailliert ein.

Ergänzend zum Standortkonzept wird voraussichtlich im März 2019 ein Betriebskonzept in die politischen Gremien eingebracht. Vorgesehen ist, dem Rat beide Konzepte in der Aprilsitzung 2019 zur Entscheidung vorzulegen.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit