Verwaltung schafft weitere Kapazitäten zur Unterbringung Geflüchteter

Die Stadt Köln hat in dieser Woche am Reitweg in Köln-Deutz eine weitere Turnhalle geräumt, die in den vergangenen Monaten als Notunterkunft für Geflüchtete genutzt worden war. Gestern sind dort die letzten Bewohner ausgezogen. Die Halle wird nun, wie bereits angekündigt, von der städtischen Gebäudewirtschaft saniert. Die bereits langfristig bekannten Sanierungspläne waren wegen der Nutzung als Unterkunft für Geflüchtete von der Stadt zurückgestellt worden und schließen nun nahtlos an die Räumung des Gebäudes an.  

Seit September hat die Stadt Turnhallen in den Stadtteilen Buchheim, Zündorf, Vogelsang und in der Neustadt/Nord geräumt. Über die Kapazitäten in der Halle am Reitweg hinaus, konnten so insgesamt rund 1.150 Notunterkunftsplätze wieder abgebaut werden. Die Hallen in Buchheim und in Zündorf stehen dem Schul- und Vereinssport bereits seit einigen Wochen wieder uneingeschränkt zur Verfügung. In der Halle an der Vogelsanger Straße (Neustadt/Nord) laufen noch letzte Rückbauarbeiten. Die Rückgabe an Schule und Sport ist für Januar 2017 vorgesehen.  

Die Halle im Kolkrabenweg in Köln-Vogelsang stand bereits unmittelbar vor der Freigabe für Schule und Sport. Bei der abschließenden Prüfung aller technischen Anlagen wurde indes ein Defekt der Hydraulik an einer Trennwand festgestellt. Die Reparatur wird unmittelbar beauftragt, sodass Schule und Sport die Halle voraussichtlich erst mit Ablauf der Weihnachtsferien wieder nutzen können werden.  

Die Räumung der Turnhalle am Niehler Kirchweg in Köln-Nippes wird noch Zeit in Anspruch nehmen. Entgegen der bisherigen Planung fehlen ausreichend Unterbringungsplätze für die dort lebenden allein reisenden Männer, sodass die Halle gegenwärtig noch nicht vollständig räumbar ist. Aktuell sind am Niehler Kirchweg in Nippes noch 138 Geflüchtete untergebracht. Eine endgültige Räumung der Halle bis zum Jahresende ist nach wie vor angestrebt. Es kann jedoch nicht ausgeschlossen werden, dass sie erst in 2017 möglich sein wird.  

Die Reihenfolge, in der die Turnhallen geräumt werden, hat die Verwaltung bereits vor einigen Monaten mit Politik, Schulen und Sport abgestimmt und in einer Prioritätenliste zusammengefasst und vorgelegt. Die nächsten Notunterkünfte, die demnach geräumt werden sollen, sind die Hallen in der Ostlandstraße in Köln-Weiden, die Kantstraße in Köln-Kalk sowie die Dorotheenstraße in Köln-Porz. Es folgt die Westerwaldstraße in Köln-Humboldt/Gremberg.  

Freiwerdende Kapazitäten in der Ostlandstraße werden gegenwärtig nicht wieder belegt, so dass ein Leerzug dieser Halle in den kommenden Wochen möglich sein wird. Auch in der Dorotheenstraße und der Westerwaldstraße erfolgt nur noch eine nachrangige Belegung, um eine Räumung zu beschleunigen.  

Aktuell leben 13.355 Geflüchtete in städtischen Unterkünften, davon noch rund 2.200 in Turnhallen. Nach aktuellem Sachstand sind bis zum Jahresende insgesamt acht Hallen (von ehemals 27) für die Notunterbringung Geflüchteter genutzte Turnhallen geräumt worden. Vorausgesetzt, die Zuweisungen von Geflüchteten bleiben weiterhin auf gleich moderatem Niveau, kann die Rückgabe von Turnhallen im Jahr 2017 unverändert fortgesetzt werden.  

Die Stadt Köln wird Mitte Januar 2017 wieder zum aktuellen Sachstand der Turnhallenräumung informieren.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit