Kampagne #richtighier in Berlin ausgezeichnet
Die Stadt Köln hat den Deutschen Preis für Online-Kommunikation (DPOK) gewonnen. Die Akzeptanz-Kampagne #richtighier zum "Tag der Toleranz", die in Kooperation mit dem Verein "SOFRA – Queer Migrants e.V." entstanden ist, wurde von der Jury in der Kategorie "Equality & Inclusive Communications" ausgezeichnet.
Die Kampagne will die Akzeptanz von migrierten Kölner*innen stärken, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich (kurz: "LSBTI" oder "queer") bezeichnen, die Sichtbarkeit von queeren Migrant*innen erhöhen, neu zugezogene queere Migrant*innen willkommen heißen und die Diversität in den migrantischen Communities sichtbar machen. Sechs Protagonist*innen sind in der Plakatkampagne, die zum Tag der Toleranz im Stadtgebiet aushing, zu sehen. Die Plakate beschreiben, wo die portraitierten Menschen geboren wurden und was sie besonders mögen an ihrem Heimatort und ihrer neuen Heimat Köln: ob Punjabi Beats, Grillen am Rhein, Hummus und Kölsch oder Afro-Dance und Kölner Karneval. Begleitet wurde die Aktion von einer Social-Media-Kampagne der Stadt Köln mit "SOFRA e.V.", die weitere queere Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte in kurzen Videos und Fotos zeigt. Queere Migrant*innen, die sich durch die Kampagne angesprochen fühlen, können sich online beteiligen und unter dem Hashtag #richtighier ebenfalls sichtbar werden. Mit den auf Instagram ausgespielten Reels konnten Stadt und SOFRA in drei Co-Postings rund 136.000 Aufrufe erzielen.
Alexander Vogel, Leiter des Amtes für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, freut sich über die Auszeichnung:
Nach 2021 hat die Stadt Köln nun bereits zum zweiten Mal den renommierten Deutschen Preis für Onlinekommunikation gewonnen. Dass wir mit der Kampagne die Fachjury erneut überzeugen konnten, ist ein toller Erfolg. Hier haben das Amt für Integration und Vielfalt und das Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit eine tolle crossmediale Kampagne abgeliefert. Der Ansatz, SOFRA einzubinden und die persönlichen Geschichten der Protagonisten zu erzählen, war genau richtig. Die Kampagne zeichnet ein buntes Bild von gelebter Vielfalt – in jeder Hinsicht. Die starken Reichweiten auf Instagram und das Feedback zeigen uns, dass die Kampagne funktioniert und auch die Kölner*innen erreicht und bewegt.
Bettina Baum, Leiterin des Amtes für Integration und Vielfalt der Stadt Köln, betont:
Ich freue mich riesig über diese Auszeichnung, denn sie unterstützt die Botschaft, die wir mit dieser Kampagne kommunizieren möchten, nämlich zugewanderte Kölner*innen in ihrer queeren Individualität zu zeigen, die häufig genug Fluchtursache und mit Angst vor Verfolgung und Diskriminierung verbunden war. Wir hier in Köln aber sagen: Du bist genau richtig hier.
Ibrahim Willeke, Vorstand SOFRA e.V., unterstreicht:
Dieser Gewinn auf Bundesebene zeigt, dass der Kampf für Toleranz und Akzeptanz nicht an den Grenzen Kölns aufhört, sondern uns deutschlandweit beschäftigt. Wir haben durch diese Kampagne bewiesen, dass SOFRA – Queer Migrants e.V ein Best-Praxis-Beispiel für Gleichberechtigung und Inklusion von queeren Migrant*innen und Geflüchteten ist.