Rat der Stadt Köln nimmt Schenkungen dankend an

Das Museum Ludwig erhält zwei bedeutende Werke: Mike Kelleys Gauntlet, 1995, sowie Wolfgang Tillmans Richie Hawtin, home, sitting, 1994. Der Rat der Stadt Köln hat die Schenkungen in seiner Sitzung am heutigen Dienstag, 18. Dezember 2018, dankend angenommen.
Yilmaz Dziewior, Direktor des Museum Ludwig: „Das Museum Ludwig begrüßt diese großartige Schenkung der Mike Kelley-Arbeit des Sammlerehepaars Arend und Brigitte Oetker. Beide sind dem Museum Ludwig bereits seit Jahren eng verbunden. Auch freuen wir uns sehr über die Schenkung der Wolfgang Tillmans-Arbeit von Burkhard Riemschneider.“ Kulturdezernentin Susanne Laugwitz-Aulbach betont: „Als Stadt sind wir sehr glücklich über das erneute Beispiel hervorragenden bürgerschaftlichen Engagements.“
Kelley befasste sich in seinem Werk immer wieder mit gesellschaftlichen Abgründen und wie sie in amerikanischer Alltagskultur und Folklore ungewollt sichtbar werden. „Gauntlet“ besteht aus sechs Holzpanelen, die mit kreisförmigen Signets verziert sind. Alle Motive könnten selbstgewählte Logos von Studentenverbindungen sein. Die Arbeit verweist auf die Universität als prägende Ausbildungsinstanz, die Kelley durchlief, bevor er 1976 seinen Bachelor of Arts an der University of Michigan in Ann Abor abschloss. Dass „Gauntlet“ nun als Schenkung in die Sammlung eingeht, nachdem das Werk sich seit 1996 als Leihgabe im Haus befindet, ist ein großes Glück; hat diese Arbeit doch nicht zuletzt die Erwerbungen der anderen beiden Werke Mike Kelleys – „Kandor 6“ und „Primal Architecture“ – mitinitiiert.
Das Museum Ludwig weist bereits eine aus 21 C-Prints bestehende raumgreifende Installation von Wolfgang Tillmans als Teil seiner Sammlung auf. Durch die neue Einzelarbeit ist es nun möglich, Tillmans in Kombination mit anderen Positionen im Haus zu präsentieren. Seine Arbeiten bewegen sich häufig in den Bereichen von Mode- und Lifestyle-Fotografie auf der einen und der künstlerischen Fotografie im Ausstellungsraum auf der anderen Seite. Große Öffentlichkeit erlangte Tillmans mit Aufnahmen für populäre Magazine wie i-D, Spex oder The Face, die er nutzte, um seine Bilder einem möglichst breiten Publikum zugänglich zu machen und immer wieder neu zusammenzustellen und zu arrangieren. Zugleich kennzeichnet Tillmans‘ Werk eine intensive Beschäftigung mit Porträtfotografie. Bei der Arbeit „Richie Hawtin, home, sitting“, die als Schenkung die Sammlung des Museum Ludwig bereichern wird, handelt es sich um ein frühes derjenigen Porträts, für die Tillmans Anfang der 1990er Jahre bekannt geworden ist.