Bauliche Umgestaltung zur Verkehrsberuhigung beginnt am 27. November 2023
Die Stadt Köln beginnt voraussichtlich am Montag, 27. November 2023, mit der Umsetzung von verschiedenen baulichen Maßnahmen auf der Alfred-Schütte-Allee zwischen Siegburger Straße und Müllergasse. Damit möchte die Stadt Köln den Verkehr auf der Alfred-Schütte-Allee und im Stadtteil Poll beruhigen und die Verkehrssicherheit insbesondere für den Fuß- und Radverkehr erhöhen. Die Arbeiten werden insgesamt rund drei Monate dauern. Mit den Maßnahmen setzt die Verwaltung Beschlüsse der politischen Gremien um.
Bürgereingabe nach § 24 GO "Raser und Poser" Alfred-Schütte-Allee
Ascan Egerer, Beigeordneter für Mobilität:
Unsere baulichen Maßnahmen sollen im Zusammenspiel mit den Kontrollen von Polizei und Ordnungsamt dafür sorgen, dass die Alfred-Schütte-Allee für Autoposer unattraktiver und für die Bürger*innen wieder sicherer und ruhiger wird.
Die Maßnahmen im Einzelnen
- Durch Verengungen und Verschwenkungen im Fahrbahnbereich soll eine Geschwindigkeitsreduzierung der auf der Alfred-Schütte-Allee verkehrenden Fahrzeuge erreicht werden. Dies geschieht durch den Bau von Mittelinseln und die Einrichtung von wechselseitigen Parkflächen (sogenanntes "alternierendes Parken"). Die Befahrbarkeit mit Schwerlastverkehr wurde geprüft und ist sichergestellt. Die Grundstückszufahrten der ansässigen Industriebetriebe wurden bei der Positionierung der baulichen Elemente berücksichtigt.
- Im Bereich Müllergasse wird ein neuer Fußgängerüberweg ("Zebrastreifen") zur sicheren Erreichbarkeit der Poller Wiesen und der Bushaltestelle "Schüttewerk" eingerichtet. Dieser wird barrierefrei mit taktilen Elementen sowie einer Beleuchtung ausgestattet.
- Die Vorfahrtsregelung auf der Kreuzung Alfred-Schütte-Allee / Am Schnellert wird gedreht, so dass hier zukünftig die Straße Am Schnellert und der südliche Abzweig der Alfred-Schütte-Allee vorfahrtsberechtigt sind, statt wie bislang der nördliche Abzweig.
- Im Verlauf der Fahrradstraße werden zusätzliche Fahrradabstellanlagen eingerichtet.
- Es sind zusätzliche Markierungen auf der bereits im April 2023 eingerichteten Fahrradstraße im Bereich zwischen Drehbrücke und Südbrücke vorgesehen. Hierbei kommen erstmals die in den vergangenen Monaten erarbeiteten neuen Kölner Fahrradstraßenstandards zum Einsatz. Sie umfassen neben den bereits bekannten großformatigen Fahrradstraßenpiktogrammen auch sogenannte Sicherheitstrennstreifen zum ruhenden Verkehr. Diese sollen gefährliche Situationen durch unachtsame Türöffnungen (sogenannte "Dooring-Unfälle") vorbeugen. Darüber hinaus wird erstmals eine rote Begleitlinie markiert, die ab sofort als Wiedererkennungsmerkmal für Kölner Fahrradstraßen dient. Damit sollen Fahrradstraßen zukünftig markierungstechnisch noch deutlicher als solche erkennbar werden.
Verkehrseinschränkungen während der Bauzeit
Die Arbeiten können mit jeweils punktueller halbseitiger Sperrung durchgeführt werden. Lediglich für die Einrichtung des neuen Fußgängerüberwegs im Bereich der Zufahrt zur Müllergasse ist ab voraussichtlich Anfang Januar 2024 eine Vollsperrung der Alfred-Schütte-Alle für den Kfz-Verkehr auf Höhe der Müllergasse notwendig. Der Verkehr wird über die Straßen Müllergasse – Poller Kirchweg – Am Schnellert umgeleitet.
Die Anlieger*innen werden im Laufe der Woche mit einer großflächig verteilten Postwurfsendung separat über die Maßnahmen informiert.
Kosten
Die Kosten der Gesamtmaßnahme belaufen sich auf insgesamt rund 300.000 Euro.
Ausblick
Die Bezirksvertretung Porz hat im Juni 2023 verschiedene weitergehende Maßnahmen für die Alfred-Schütte-Allee beschlossen.
Zur beschlossenen zeitlich begrenzten Sperrung der Alfred-Schütte-Allee wird die Verwaltung Anfang 2024 eine entsprechende Vorlage zur Beratung in die Bezirksvertretung und den Verkehrsausschuss geben. Die beschlossenen Maßnahmen zum Schutz der Baumscheiben im südlichen Bereich der Alfred-Schütte-Allee befinden sich bereits in Vorbereitung und sollen noch im ersten Halbjahr 2024 umgesetzt werden.
Die Stadt Köln plant in Abstimmung mit der Polizei Köln den Aufbau von zwei stationären Anlagen zur Geschwindigkeitsmessung auf der Alfred-Schütte-Allee. Die genauen Aufstellorte der geplanten Anlagen können erst nach Abschluss der baulichen Veränderungen des öffentlichen Straßenlandes festgelegt werden. Zur Überbrückung wird der Bereich in regelmäßigen Abständen weiterhin mittels mobiler beziehungsweise semistationärer Messtechnik überwacht. Seit März 2023 werden verstärkt semistationäre Anlagen ("Anhänger") an unterschiedlichen Straßenabschnitten der Alfred-Schütte-Allee eingesetzt. Die Anlagen messen mehrere Tage rund um die Uhr in beide Fahrtrichtungen. Darüber hinaus werden im gesamten Stadtteil Poll sowie in Deutz mobile Geschwindigkeitskontrollen mit dem Radarwagen durchgeführt.