Wachstumskurs setzt sich fort - 1.146.100 Kölnerinnen und Kölner im Jahr 2040
Das Amt für Stadtentwicklung und Statistik hat die neue Bevölkerungsprognose 2018 bis 2040 veröffentlicht. Die Prognose wird alle drei Jahre erstellt. Im Jahr 2040 werden nach der neuen Prognose 1.146.100 Kölnerinnen und Kölner hier leben. Demnach erhöht sich Kölns Bevölkerungszahl verglichen mit dem Ausgangsjahr 2017 um 68.300 Personen. Dies entspricht einem Anstieg um 6,3 Prozent.
Weniger Zuzüge aus dem Ausland als bei der letzten Prognose
Gegenüber der letzten Prognose aus dem Jahr 2015 ändert sich die Steigerung des Bevölkerungswachses: Mit der vorausberechneten Zahl von 1.146.100 liegt Kölns Wachstum um rund 40.000 unter der ermittelten Zahl der letzten Prognose, die Köln bei 1.186.500 Einwohnern sah. Grund für das immer noch hohe, gleichwohl aber verringerte Wachstum ist der weitgehende Wegfall der Zuwanderungen aus Flüchtlingsherkunftsländern.
Geburtenüberschuss, Zuzugsplus und demografische Alterung lassen Köln wachsen Dass die Einwohnerzahl Kölns weiterhin wachsen wird, beruht auf folgenden Hauptursachen:
- Der Alterungsprozess der Gesellschaft wird voranschreiten, wodurch deutlich mehr ältere Menschen als heute in Köln leben werden.
- Die Geburten werden in Köln auch in Zukunft die Sterbefälle übersteigen
- Es werden weiterhin mehr Menschen nach Köln ziehen als die Stadt verlassen.
Stärkster Anstieg bei den älteren Kölnerinnen und Kölnern
Mit 31.500 Personen bis zum Jahr 2040 wird die höchste absolute Zunahme bei den 65- bis unter 80-Jährigen zu verzeichnen sein. Ihre Zahl wird bis 2040 auf etwa 166.00 Menschen steigen. Ursächlich für diese Entwicklung ist insbesondere das Älterwerden der sogenannten Babyboomer-Generation, also der geburtenstarken Jahrgänge der 1960er Jahre.
Besonders hohe relative und absolute Zuwächse sind aber auch bei den ältesten Kölnerinnen und Kölnern zu erwarten. Die Gruppe der 80-Jährigen und Älteren vergrößert sich bis 2030 um ein Fünftel auf rund 65.000 Personen und bis 2040 sogar um 38,9 Prozent auf dann 75.400 Menschen.
Dass die älteren Kölnerinnen und Kölner künftig stärker vertreten sein werden, schlägt sich auch im Durchschnittsalter aller Einwohnerinnen und Einwohner nieder: Es steigt von 41,9 Jahren in 2017 auf 43,3 Jahre in 2040. Insgesamt wird im Jahr 2040 mehr als jede fünfte Kölnerin und jeder fünfte Kölner 65 Jahre oder älter sein.
Kinder und Jugendliche tragen zum Wachstum Kölns bei
2040 werden mehr Kinder und Jugendliche in Köln leben als heute. Dieser Trend ist jedoch nicht in allen Altersgruppen gleich. Die Zahl der unter 3-Jährigen bleibt nahezu stabil. Dagegen ist das größte absolute Wachstum bei Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufe I und II (10 bis unter 18 Jahre) bis zum Jahr 2030 zu verzeichnen. Danach reduziert sich ihre Zahl langsam wieder.
Nach wie vor kommen viele junge Erwachsene nach Köln
Seit Jahrzehnten bilden junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 29 Jahren die einzige Altersgruppe, in der die Zuzüge die Wegzüge überwiegen. Dies wird auch in Zukunft so sein. Bis 2030 verbleibt die Zahl der Berufs- und Bildungseinsteiger auf dem gegenwärtigen Niveau. Bis zum letzten Jahr der Berechnung 2040 wird ihre Zahl auf 187.400 Menschen anwachsen (dies entspricht einem Zuwachs von 5.900).
Familienrelevante Jahrgänge ebenfalls im Plus
Die Altersphase zwischen 30 und 45 Jahren ist diejenige, in der verstärkt Paare zusammenziehen und Familien gegründet werden. Diese Altersgruppe nimmt bis 2030 um 7.000 auf insgesamt 249.500 Personen zu. Danach verbleibt ihre Zahl mit einem Zuwachs von weiteren 1.300 Personen bis 2040 in etwa auf diesem Niveau.
Künftig 44.100 mehr Haushalte
Besonders bedeutend für den Wohnungsmarkt sind die Entwicklung der Anzahl und die Zusammensetzung der Kölner Haushalte. Dem Einwohnerwachstum folgend, erhöht sich auch die Gesamtzahl der Haushalte bis 2040 um 44.100 auf 605.200 (+7,9 Prozent). Von den 44.100 Haushalten sind 6.200 Haushalte mit Kindern.
Insbesondere Ein- und Zweipersonenhaushalte verzeichnen größte Gewinne
Das stärkste relative Wachstum gibt es bei den Zweipersonenhaushalten (+11,8 Prozent). Ihre Zahl nimmt um nahezu 18.000 auf 170.000 zu. Die Einpersonenhaushalte steigen mit einem Plus von 7,3 Prozent um 20.800 auf 303.900 und entsprechen damit in etwa der durchschnittlichen Zuwachsrate aller Haushalte (7,9 Prozent). Das Wachstum der Haushalte mit drei und mehr Personen, also vor allem Familienhaushalte, fällt mit einem Zuwachs von 4,5 Prozent auf 5.300 am schwächsten aus.
Innere Struktur der Haushaltsformen verändert sich kaum
Mit 50,2 Prozent stellen Einpersonenhaushalte im Jahr 2040 weiterhin die häufigste Haushaltsform in Köln dar. Auch in Zukunft liegt der Anteil der Zweipersonenhaushalte mit 28,1 Prozent höher als der Anteil der Haushalte mit drei und mehr Personen (21,7 Prozent). Die Anteile der jeweiligen Haushaltsformen an allen Haushalten verändern sich im Vergleich zu 2017 kaum.
Die ausführliche "Kölner Bevölkerungsprognose 2018-2040" kann im Ratsinformationssystem eingesehen werden.