Fröhlich, sicher und respektvoll / Lichtshow und Musik in der "böllerfreien" Zone am Dom / Mehr Sicherheitskräfte im Einsatz
Mit Tausenden von Besucherinnen und Besuchern am Rheinufer und auf den Brücken, einer beeindruckenden Feuerwerks-Kulisse mit dem Kölner Dom, einer spektakulären Lichtinstallation vor der Kathedrale, an der sich alle mit vorher eingesandten individuellen Wünschen beteiligen können, und schwungvoller Musik von einem Mitmach-Chor feiert Köln ins neue Jahr. Damit alle den Jahreswechsel und die ersten Stunden des Jahres 2018 unbeschwert und konfliktfrei genießen können, gibt es wieder eine böllerfreie Zone rund um den Dom und ein Sicherheitskonzept, zu dem sich Polizei Köln, Bundespolizei und Stadt Köln zusammengeschlossen haben. "Friedlich feiern - fröhlich, sicher und respektvoll" lautet in diesem Jahr das gemeinsame Motto, zu dem die beteiligten Institutionen gemeinsam alle Feiernden aufrufen. Der Silvesterabend ist auch der Start der neuen Kampagne "Respekt", die ein klares Statement all derjenigen darstellt, die sich öffentlich sichtbar für mehr respektvollen Umgang miteinander und auch mit ihrer Umwelt einsetzen wollen.
Oberbürgermeisterin Henriette Reker dazu:
Wir, die Stadt Köln, die Polizei Köln, die Bundespolizei und viele weitere Unterstützerinnen und Unterstützer haben uns wieder zusammengeschlossen, um gemeinsam dafür Sorge zu tragen, dass fröhlich, sicher und respektvoll auf den Kölner Straßen und Plätzen in das neue Jahr gefeiert werden kann. Wir begrüßen gerne diejenigen, die unser gemeinsames Ziel unterstützen. Wir sind gut aufgestellt an diesem Abend und ich wünsche uns allen, dass wir am 2. Januar 2018 ein positives Resümee der Silvesterfeierlichkeiten in Köln ziehen können. Ich wünsche mir sehr, dass sich möglichst viele mit ihren guten Wünsche für das Jahr 2018 beteiligen und ihre Vorschläge schicken. Sie werden die Lichtinstallation von Projektionskünstler Ingo Dietzel am Dom bereichern.
Als Konsequenz aus den Übergriffen rund um den Dom in der Silvesternacht 2015/16 , wird es auch am bevorstehenden Silvesterabend wieder eine starke Präsenz von Polizei und Ordnungskräften geben. Neben den Einsatzkräften von Polizei Köln und Bundespolizei wird die Stadt Köln mit ihrem Ordnungspersonal und zusätzlichen Sicherheitskräften auf den Straßen und Brücken im Bereich Dom/Rheinufer unterwegs sein. Rund um den Kölner Dom richtet die Stadt erneut eine "böllerfreie Zone" ein, in die keine pyrotechnischen Gegenstände, Feuerwerkskörper oder Böller, mitgebracht werden dürfen. Für zusätzliche Sicherheit sorgen zusätzliche Beleuchtung und eine Videoüberwachung im Bereich Bahnhof/Domplatte. Um zu starkes Gedränge und Gefahrensituationen zu verhindern, wird das Ordnungsamt im Innenstadtbereich und auf den Brücken Verkehrssperren für den Individualverkehr sowie Fußgänger und Radfahrereinrichten bzw. bei Bedarf einziehen.
In der böllerfreien Zone am Dom beginnt ab 18 Uhr die große Lichtinstallation des Künstlers Ingo Dietzel, der dort neben spektakulären Bildern auch die vorher eingesandten persönlichen Wünsche der Kölnerinnen und Kölner zum neuen Jahr 2018 auf die Fassaden der Gebäude und auf den Boden des Roncalliplatzes projizieren wird. Die Lichtinstallation kann bis nach Mitternacht bewundert werden. Bis zum 18. Dezember 2017 können alle Interessierten ihre persönlichen Wünsche unter dem Titel "Mein Wunsch für 2018" dem Künstler zuschicken. Ingo Dietzel wird diese Wünsche in die Projektionen einbeziehen und auf den Fassaden des Domforums und des Domhotels zeigen.
"Mitmachen und dabei sein" – das ist auch der Grundsatz des musikalischen Beitrages an diesem Abend auf dem Roncalliplatz. Die Friedenskirche lädt wieder alle musikbegeisterten Bürgerinnen und Bürger ein, als aktives Mitglied unter dem Titel "Singen bis das neue Jahr kommt" beim Auftritt des Chores "Gospelcologne" mitzuwirken. Der Chor wird ab 23.00 Uhr das große Finale bis zum Jahreswechsel musikalisch begleiten. Alle, die gerne gemeinsam mit dem Chor auftreten möchten, können sich bis zum 29. Dezember 2017 anmelden
Den Start des musikalischen Abends bestreiten die Kölner Band "Buntes Herz" und "Komplement". Am Silvesterabend startet auch die breit angelegte Kampagne "Respekt", die von der Stadt Köln mit verschiedenen Kölner Initiativen und Organisationen initiiert ist und an der sich jeder beteiligen kann. Es geht – nicht nur an diesem Abend, sondern schwerpunktmäßig im ganzen nächsten Jahr – um gelebten und gezeigten Respekt. Gegenüber anderen Menschen und auch gegenüber der Umwelt. Respektvolles Verhalten fordern grundsätzlich alle Kulturen und Religionen dieser Welt in ihren Wertesystemen. Im Zusammenleben der Menschen unterschiedlicher Herkunft in einer Großstadt heißt das: Jeder verdient eine respektvolle Behandlung. Unabhängig von Religion, Alter, Geschlecht und sozialem Umfeld. Respekt unterbindet vieles, was als störend empfunden wird, übergriffig ist oder sich negativ auf das Zusammenleben oder die Umwelt auswirkt. Und hier setzt die Kampagne an: Sie ermuntert und fordert auf, sich für mehr respektvollen Umgang miteinander einzusetzen, sei es im Verein, privat oder in der Öffentlichkeit. Denn Ausdruck von mangelndem Respekt ist auch der rücksichtslose Umgang mit dem öffentlichen Raum. Öffentlicher Raum gehört allen gemeinsam, nicht Einzelnen. Vermüllung, Wildpinkeln und übermäßiger Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit, wie sie zuletzt zur Sessionseröffnung am 11. November 2017 in Teilen der Kölner Innenstadt kritisiert wurden, sind Ausdruck von mangelndem Respekt gegenüber dem Recht des Anderen, die Straßen, Plätze und den öffentlichen Raum in vernünftiger, zumutbarer, sauberer Form nutzen zu können und gegenüber dem Eigentum der Anwohner und Anlieger. Ein rücksichtsvoller Umgang mit Einrichtungen, Gebäuden, Pflanzen und Wegen sichert auf Dauer ein lebenswertes Köln. Und diesen Gedanken will Köln mit der Kampagne "Respekt" wieder stärker in das Bewusstsein bringen.
Mit verschiedenen Mitteln wird der Begriff "Respekt" als Selbstbekenntnis aller am Silvesterabend und im nächsten Jahr immer wieder in der Öffentlichkeit auffallen. Und daran können sich alle interessierten Privatpersonen, Schülerinnen und Schüler, Vereine, Gruppen, Unternehmen und Gruppen ohne großen Aufwand beteiligten. Für sie hat die Stadt Köln den Claim, Inhalte und Übersetzungen sowie verschiedene Werbematerialien zur Verfügung gestellt, die bei eigenen Aktionen oder Kampagnen eingesetzt werden können. Von der Autosignatur in einer E-Mail bis hin zum eigenen Aushang oder Plakat. Zum Auftakt hat die Stadt Köln nach intensivem Austausch mit Streetworkern, ehrenamtlichen Organisationen und einer interdisziplinär besetzten Arbeitsgruppe, 15.000 fluoreszierende Silikon-Armbändchen mit dem Begriff "Respect" und dem Kölner Dom produzieren lassen und verteilt sie kostenlos am Silvesterabend in der Innenstadt. Danach sind sie in Bürgerämtern und im Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Köln gegenüber dem Rathaus kostenlos erhältlich.
Die Regelungen im Einzelnen:
"Böllerfreie Zone" – Domumgebung:
Ab 18:00 Uhr werden die Besucherinnen und Besucher in der näheren Domumgebung an Einlassstellen auf das Mitführen von Feuerwerk kontrolliert. Wer Feuerwerk mit sich führt, hat die Möglichkeit auf einem ausgeschilderten kurzen Umweg um die "böllerfreie Zone" herum sein Ziel in der Altstadt oder anderen Bereichen der Stadt zu erreichen. Die Domostumgebung wird als Entfluchtungsfläche freigehalten.
Die Verkehrssperrungen:
Im Laufe des Abends werden verschiedene Bereiche für den Individualverkehr aber zum Teil auch für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Um 17:30 Uhr werden die Hohenzollernbrücke und die Domostumgebung für Personen gesperrt. Zum gleichen Zeitpunkt werden Verkehrssperren im näheren Domumfeld eingezogen. Ab 18:00 Uhr ist der Zugang zu den Treppenstufen und dem Panoramaweg des Rheinboulevards aus Sicherheitsgründen nicht mehr möglich. Der Boulevard ist frei zugänglich. Die Bastionen werden in Abhängigkeit von der Witterung und der Verkehrssicherheit geöffnet. Um 21:00 Uhr wird die Deutzer Brücke für den Fahrzeugverkehr gesperrt, da ab diesem Zeitpunkt mit einem erhöhten Personenaufkommen auf der Brücke zu rechnen ist. Ab 22:00 Uhr sind die Fuß und Radwege der Zoobrücke sowie der Südseite der Severinsbrücke (Fahrtrichtung rechtsrheinisch) gesperrt. Parallel wird die Nordseite der Severinsbrücke (Fahrtrichtung linksrheinisch) für den Individualverkehr gesperrt. Auf der Zoobrücke kann der Individualverkehr weiterfließen. Die Landespolizei wird diesen Bereich bestreifen, um das Anhalten von Fahrzeugen zu verhindern, deren Insassen von dort aus das Feuerwerk über der Stadt beobachten wollen und dadurch sich und andere Verkehrsteilnehmer gefährden würden. Nach den guten Erfahrungen der letzten Jahre wird die Hohenzollernbrücke auf beiden Seiten um 17:30 Uhr gesperrt. Bei einer entsprechenden Auslastung der Deutzer Brücke sowie der Nordseite der Severinsbrücke werden diese auch für Personen gesperrt. Bei Bedarf werden das Konrad-Adenauer-Ufer zwischen Theodor-Heuss-Ring und Filzengraben, das Zülpicher Viertel und die Ringe zwischen Christophstraße und Rudolfplatz für den Individualverkehr gesperrt.
Der Rheinboulevard ist mit dem oberen Teil auf der Ebene des Hauses des Landschaftsverbandes frei zugänglich, ebenso die Bastionen am Panoramaweg. Die Treppenanlage selbst ist gesperrt. Sowohl das Kwartier Latäng als auch die Ringe zwischen Rudolfplatz und Christophstraße können bei entsprechender Auslastung für den Individualverkehr gesperrt werden.
Weitere Angebote und Regelungen:
Das Amt für Gleichstellung von Frauen und Männern richtet in Zusammenarbeit mit freien Trägern und Frauenprojekten wieder ein mobiles Beratungsangebot ein (Telefon 0221 / 221-27777). Das Mobil wird zwischen 21 Uhr und 02.00 Uhr auf dem Rudolfplatz stehen, kann bei Bedarf aber stadtweit eingesetzt werden.
Ein Schutzangebot für hilfesuchende Jugendliche und junge Erwachsene setzt das Amt für Kinder, Jugend und Familie mit eingesetzten Streetworkern ein. Sie sind vornehmlich in und am Rande der "böllerfreien" Zone am Dom und in der Altstadt unterwegs.
Das Servicetelefon des Ordnungs- und Verkehrsdienstes ist über die Nummer 0221 / 221-32000 von morgens 7 Uhr bis nachts um 02:00 Uhr erreichbar.
Unter der Leitung des städtischen Ordnungsamtes wird am Silvesterabend bis über den Jahreswechsel hinaus wieder der Koordinierungsstab im Rathaus tagen.