Kostenfreie Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Der Rat der Stadt Köln hat in seiner Sitzung am Dienstag, 14. November 2017, den Ausbau von Gut Leidenhausen zu einem Umweltbildungszentrum beschlossen. Der Beschluss basiert auf dem vom Umwelt- und Verbraucherschutzamt entwickelten "Ganzheitlichen Umweltbildungskonzept". Ziel dieses Konzeptes ist, Angebote für Kinder, Jugendliche und Erwachsene zur Umweltbildung und Vermittlung von Naturerfahrungen auszuweiten. Grundlage dafür ist eine statistische Auswertung, nach der beispielhaft nur jedes dritte Kind im Alter von sechs bis 15 Jahren die Chance hat, einmal im Jahr ein Angebot an einem der fünf städtischen außerschulischen Naturlernorte, zu denen Finkens Garten, Freiluga, Grüne Schule, Waldschule Köln und Zooschule zählen, wahrzunehmen. Diese Einrichtungen sind meist ein bis zwei Jahre im Voraus ausgebucht.  

Um den Anforderungen in Bezug auf die Umweltbildungsaspekte gerecht zu werden, sieht das Konzept als eine geeignete Form der Verstetigung den Aufbau eines Umweltbildungszentrums in Köln vor. Die Arbeit des Umweltbildungszentrums soll dabei in enger Kooperation mit weiteren, zunächst vorrangig mit den bereits vor Ort tätigen Initiativen erfolgen.  

Ein solches Zentrum soll im Umweltbereich tätige Initiativen mit den Bürgern vernetzen und auf diese Weise informieren, aber auch die Eigeninitiative im Natur- und Umweltschutz des eigenen Wirkungsbereiches fördern. Als Standort für ein städtisches Umweltbildungszentrum bietet Gut Leidenhausen gute Voraussetzungen. Der Hof liegt in Köln-Porz-Eil im Erholungsgebiet Leidenhausen und in unmittelbarer Nachbarschaft zur Wahner Heide und zum Königsforst. Diese beiden Naturgebiete bilden zusammen eines der größten Naturschutzgebiete in Nordrhein-Westfalen mit europäischer Bedeutung.  

Bereits seit den 1960er Jahren ist der Hof im Besitz der Stadt Köln und wird von verschiedenen Vereinen und Institutionen, die sich für den Naturschutz einsetzen und unterschiedliche Angebotsformate zur Umweltbildung und Naturerfahrung ermöglichen, genutzt. Die Waldschule Köln, das Heideportal, die Greifvogelschutzstation, der Bienenschaukasten, das Obstmuseum und das Haus des Waldes bieten eine ganze Reihe von Angeboten, die durch das direkte Erleben von Natur zur Wertschätzung dieser beitragen. Diese Angebote werden von den Bürgerinnen und Bürgern, aber auch vor allem durch Kinder und Jugendliche intensiv genutzt. Schulen nehmen mit ihren Klassen Angebote in Anspruch.  

Das städtische Wildgehege ermöglicht eine direkte Begegnung mit Waldtieren wie Rot-Hirsch und Wildschwein. Das Gut Leidenhausen umgebende Erholungsgebiet mit seinem Wanderwegenetz und dem attraktiven Naturspielplatz ergänzen das Angebot, sodass ein Naturerlebnis auch außerhalb von den angebotenen Veranstaltungen möglich ist. Abgerundet wird das Angebot für Erholungssuchende durch das Bistro im Innenhof von Gut Leidenhausen. Die Nähe zur Wahner Heide als Lebensraum seltener Tiere und Pflanzen schafft zusätzlich eine Attraktivität auch für Experten.  

Der Beschluss des Rates, hier ein Umweltbildungszentrum zu installieren, ermöglicht es, die Angebote der Vereine besser zu koordinieren und die ehrenamtliche Arbeit professionell zu unterstützen. Die eingesetzten Mittel – ein jährlicher Zuschuss in Höhe von 220.700 Euro in den Jahren von 2018 bis 2021 – optimieren und erweitern die Nutzung der räumlichen und inhaltlichen Ressourcen mit dem Ziel, ein umfangreiches und kostenfreies Angebot für alle Bevölkerungsschichten im Bereich "Umweltbildung" anzubieten.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit