Verwaltung informiert über Sachstand zur radverkehrsfreundlichen Umgestaltung

Auf der Gummersbacher Straße, einer für den Radverkehr wichtigen Verbindung zwischen den Stadtteilen Kalk und Deutz, soll das Radfahren sicherer und komfortabler werden. Der Verkehrsausschuss hat in seiner Sitzung im Mai eine radverkehrsfreundliche Umgestaltung beschlossen (siehe Vorlage 3430/2022).  

In Fahrtrichtung Kalk soll gemäß Beschluss ein durchgängiger Radfahrstreifen eingerichtet werden. In Fahrtrichtung Deutz soll eine Wechselnutzungsspur geplant werden, die per Klappbeschilderung im Alltagsverkehr als Radfahrstreifen und zu den jährlich rund 50 größeren Veranstaltungen der Lanxess-Arena als Mischfahrstreifen ausgewiesen werden soll. Im Bereich des Parkhauses P 3/4 der Lanxess-Arena soll zudem eine neue Ampelanlage zur Verbesserung des Verkehrsabflusses insbesondere in den Veranstaltungszeiten errichtet werden.  

Zudem beschloss der Verkehrsausschuss weitere Ergänzungen. Die Verwaltung hat die ergänzten Beschlusspunkte mittlerweile geprüft. Im Rahmen einer Mitteilung nimmt sie Stellung zur Umsetzbarkeit der beschlossenen Ergänzungen:  

Breitere Radschutzstreifen zwischen der Ein-/Ausfahrt zum Parkhaus und Deutz-Kalker-Straße:

  • Die beiden Kfz-Fahrspuren auf der Gummersbacher Straße in Fahrtrichtung Deutz-Kalker-Straße wurden überplant und in diesem Rahmen auf eine Breite von jeweils 2,75 Meter reduziert. Damit kann der Radschutzstreifen um 50 Zentimeter auf zwei Meter verbreitert werden.  

Radaufstellfläche an der Kreuzung zur Deutz-Kalker-Straße statt "Verschwenkung" des Radschutzstreifens auf den gemeinsamen Geh- und Radweg:

  • Voraussetzung für eine Rad-Aufstellfläche von der Gummersbacher Straße zur Deutz-Kalker-Straße (Fahrtrichtung Opladener Straße) wäre, dass der Radverkehr auf der Deutz-Kalker-Straße im Abschnitt zwischen Gummersbacher Straße und Opladener Straße auf der Fahrbahn geführt wird. Dazu bedürfte es einer Aufhebung der Benutzungspflicht des Geh- und Radwegs in der sogenannten "Nebenanlage". Dies kann jedoch nach Maßgabe der Straßenverkehrs-Ordnung (StVO) sowie der Verwaltungsvorschriften Straßenverkehrs-Ordnung (VwV-StVO) an der Örtlichkeit nicht erfolgen. Folglich ist auch eine Aufstellfläche auf der Fahrbahn obsolet und der Radverkehr soll – wie in der aktuellen Planung vorgesehen – über eine sogenannte Verschwenkung der Markierung auf den Geh- und Radweg in der Nebenanlage geführt werden.  

Die Radfahrstreifen werden baulich gesichert.

  • Die Wechselnutzungsspur in Fahrtrichtung Deutz kann baulich nicht gesichert werden, weil sie während Veranstaltungen durch den Kfz-Verkehr befahren werden soll. In Fahrtrichtung Kalk soll eine bauliche Trennung des Radfahrstreifens im Rahmen der ersten Umsetzungsstufe noch nicht erfolgen, um eine zeitnahe Umsetzung nicht weiter zu verzögern. In einem späteren Umsetzungsschritt können da, wo es möglich ist, entsprechende Trennelemente ergänzt werden.  

Es wird geprüft, ob die freilaufenden Rechtsabbieger entfallen können, oder falls nicht, zumindest entschärft werden können.

  • Der freilaufende Rechtsabbieger von der westlichen Gummersbacher Straße in die Sackgasse (auf Höhe des B&B) soll gänzlich entfallen und mit Pollern abgesperrt werden. Die freilaufenden Rechtsabbieger von der Geschwister-Katz-Straße in die Straße des 17. Juni und von der Straße des 17. Juni in die Gummersbacher Straße werden mit Blick auf die Sicherheit des Fuß- und Radverkehrs optimiert.  

Ein Jahr nach der Umsetzung erfolgt eine Evaluation inklusive Verkehrszählungen.

  • Nach Umsetzung der Maßnahme wird diese entsprechend evaluiert.  

Die gesamte Mitteilung zur radverkehrsfreundlichen Umgestaltung der Gummersbacher Straße mit ausführlicheren Erläuterungen kann hier eingesehen werden.

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit