Verwaltung schlägt Gruppenmodell als dritte Betreuungsvariante vor
Der Jugendhilfeausschuss folgt dem Vorschlag der Verwaltung, zum weiteren Ausbau von Betreuungsplätzen für Kinder unter drei Jahren ein neues Betreuungsmodell einzuführen. Neben der Betreuung in Kitas und den Angeboten der Kindertagespflege sollen die Standorte von Großtagespflege deutlich ausgebaut werden.
Großtagespflege-Gruppen werden von freien Trägern der Jugendhilfe betrieben, die hierfür Räumlichkeiten anmieten. Pro Einrichtung werden mindestens zwei Tagespflegekräfte eingestellt, die bis zu neun Kinder betreuen können. Die Stadt fördert die Träger für die Einrichtung solcher Angebote.
Das Modell Großtagespflege bietet sich im Besonders in Stadtteilen an, wo es hauptsächlich einen hohen Bedarf an Plätzen für Kinder unter drei Jahren gibt und auch geplante Kitaprojekte nicht ausreichen, um den Bedarf zu decken. Die Großtagespflege soll hier als zusätzliches Instrument genutzt werden, um weitere Betreuungsplätz zu schaffen. Die Verwaltung plant einen schrittweisen Ausbau auf bis zu 30 Großtagespflegen in den nächsten fünf Jahren. Der Rat wird in seiner Sitzung am 19. Dezember 2017 über die Großtagespflege beraten.
Sollte das Angebot auf Interesse und Zuspruch bei den Eltern stoßen, könnte sich die Großtagespflege als dritte Variante im Betreuungsangebot für unter Dreijährige etablieren.