Krisenstab beschließt Ausweitung der Maskenpflicht
In Köln gibt es inzwischen fünf bestätigte Fälle einer Infektion mit der Omikron-Variante: vier Männer und eine Frau. Die Fälle hängen, soweit dies bislang ermittelt werden konnte, nicht zusammen. Laut Bundesvorgabe müssen 10 Prozent der positiven Fälle sequenziert werden, wobei das komplette Genom entschlüsselt wird. Das Gesundheitsamt der Stadt Köln lässt in Verdachtsfällen (etwa bei Rückkehrenden aus Südafrika und Kontaktpersonen von Rückkehrenden) Typisierungen durchführen, bei denen Teile des Genoms auf Mutationen untersucht werden.
Gesundheitsamtsleiter Dr. Johannes Nießen mahnt:
Nach allem, was wir aktuell wissen, ist die Omikron-Variante hochansteckend. Es ist zu befürchten, dass sie sich rasant ausbreiten wird und möglicherweise in stärkerem Maße die Fähigkeit hat, die Immunabwehr auch bei Geimpften zu überlisten. Umso wichtiger ist es, sich schnellstmöglich boostern zu lassen. Und wer bislang noch nicht geimpft ist, sollte jetzt das breite Impfangebot nutzen. Nur eine vollständige Impfung bietet einen guten Schutz vor einer schweren Erkrankung. Auch die AHAL-Regeln einzuhalten, ist weiterhin von großer Bedeutung, um sich selbst und andere vor einer Ansteckung zu schützen.
Maskenpflicht wird ausgeweitet
Der Krisenstab hat eine Ausweitung der Maskenpflicht beschlossen. Ab sofort gilt sie nicht nur auf allen Kölner Weihnachtsmärkten, dem Wallrafplatz, der Hohe Straße sowie der Schildergasse, sondern in sämtlichen Fußgängerzonen, auf den Ringen und allen Einkaufsstraßen im Stadtgebiet – täglich von 10 bis 22 Uhr. Verstöße gegen die Maskenpflicht werden mit einem Bußgeld von 150 Euro geahndet.
Zahlreiche mobile Impfaktionen und erweitertes Angebot in der Lanxess Arena
Um die Impfquote weiter zu erhöhen, führt die Stadt Köln das Angebot aufsuchender Impfungen in den Stadtteilen fort und veranstaltet zahlreiche Impfaktionen in den Veedeln und an zentralen Orten sowie in Bürgerämtern in Köln. Die städtischen Impfaktionen sind unter https://www.stadt-koeln.de/artikel/70610/#ziel_0_41 abrufbar.
Am 13., 17. und 21. Dezember, gibt es ein außergewöhnliches Impfangebot:
Flugzeug- und Weltraum-Fans können sich am Köln/Bonner Flughafen im historischen Zero-G-Airbus impfen lassen. Mit Unterstützung des Flughafens bietet die Stadt Köln dort Erst-, Zweit- und Dritt-Impfungen an. Der Airbus A300 Zero G wurde bis 2014 zur Simulation von Schwerelosigkeit als sogenanntes Parabel-Flugzeug eingesetzt und für Test- und Experimentalflüge genutzt, unter anderem trainierte Astronaut Alexander Gerst an Bord.
Am heutigen Freitag, 10. Dezember, hat die Stadt Köln in der Lanxess Arena zusätzlich zum bisherigen Drive-In-Angebot für Autofahrende ein Impfangebot für Fußgänger*innen und Radfahrende eröffnet. Kölner*innen finden die Walk-In- und Bike-In-Möglichkeit im Westbereich der Lanxess Arena. Die Öffnungszeiten des Drive-, Walk-, und Bike-In-Impfangebotes sind montags bis sonntags von 9 bis 18 Uhr. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Termine werden über das Buchungssystem der Stadt Köln unter dem Punkt "Walk-In" auf https://ga-koeln.impfsystem.de/visitor/ vergeben.
Bei allen städtischen Impfangeboten besteht ab dem morgigen Samstag, 11. Dezember, wieder freie Wahl zwischen dem Impfstoff von Moderna und Biontech.
Am 25. und 26. Dezember sowie am 1. Januar gibt es keine städtischen Impfangebote. Das Land hat angeordnet, dass an diesen Tagen landesweit alle kommunalen Impfangebote geschlossen zu halten sind.
Vom 17. bis 20. Dezember städtisches Impfangebot für Kinder
An zunächst vier Tagen, vom 17. bis 20. Dezember, bietet die Stadt Köln bei mobilen Impfaktionen und in der Lanxess Arena (Walk-In- und Bike-In-Bereich) insgesamt 4.000 Impfungen für Kinder an. Eine Terminvereinbarung ist erforderlich. Das eigens dafür eingerichtete Buchungssystem wird ab Anfang kommender Woche zur Verfügung stehen. Im Rahmen der Kinderimpfungen sind keine Impfungen von Erwachsenen möglich, da der Impfstoff anders dosiert ist.
Krisenstab beschließt Fortsetzung der PCR-Tests an weiterführenden Schulen
Der Krisenstab hat in seiner heutigen Sitzung entschieden, an den weiterführenden Schulen auch nach den Weihnachtsferien die sicheren Lolli-PCR-Testungen anzubieten – zunächst bis zu den Osterferien. Das Land verpflichtet die weiterführenden Schulen, nicht geimpfte Schüler*innen und Personal dreimal in der Woche mit Selbsttests zu testen. Um für mehr Sicherheit zu sorgen, bietet die Stadt Köln weiterhin an, einen der Selbsttests durch eine Lolli-PCR-Testung zu ersetzen. Die Grund- und Förderschulen verpflichtet das Land weiterhin zu zwei Lolli-PCR-Testungen pro Woche.
Infektionsfälle an Kitas und Schulen
Aktuell gibt es 981 infizierte Schüler*innen, von denen 468 im infektiösen Zeitraum in der Schule waren, sowie 216 infizierte Mitarbeitende, von denen 119 im infektiösen Zeitraum in der Schule waren. Des Weiteren gibt es 210 infizierte Kita-Kinder, von denen 100 im infektiösen Zeitraum in der Kita waren, und 101 infizierte Mitarbeitende, von denen 36 im infektiösen Zeitraum in der Kita waren. Es befinden sich insgesamt 588 Kontaktpersonen aus Schulen und Kitas in Quarantäne. In Köln gibt es insgesamt 295 Schulen mit 150.100 Schüler*innen, 686 Kitas mit 42.088 Kita-Kindern und 902 Tagespflegepersonen beziehungsweise Großtagespflegestellen, die 3.430 Kinder betreuen.
Alle wichtigen Informationen sind im Internet abrufbar
Unter www.corona.koeln hat die Stadt Köln die wichtigsten Informationen und Zahlen zum Corona-Virus zusammengestellt und verlinkt auf weitere Informationsseiten. Unter www.teststellen.koeln ist eine Übersicht über die Teststellen abrufbar, in denen sich Kölner*innen kostenlos testen lassen können. Bei Fragen zum Corona-Virus ist die Corona-Hotline der Stadt Köln montags bis freitags von 7 bis 18 Uhr sowie samstags von 8 bis 20 Uhr und sonntags von 10 bis 16 Uhr unter 0221 / 221-33500 zu erreichen. Die Hotline der Stadt Köln für Fragen zur Corona-Schutzimpfung ist montags bis samstags von 8 bis 16.30 Uhr unter 0221 / 221-33578 erreichbar.