Kölner Künstlerinnen und Künstler profitieren von der Förderung durch die Stadt

Die altersunabhängigen Recherche- und Arbeitsstipendien „Bildende Kunst“ der Stadt Köln wurden im Dezember 2020 zum zweiten Mal an dreizehn Kölner Künstlerinnen und Künstlern und an zwei Kölner Kuratoren vergeben. Aus einer Vielfältigkeit an Projektvorhaben und einem breitem Spektrum an künstlerischen Medien wählte die Jury folgende dreizehn Stipendiatinnen und Stipendiaten aus dem künstlerischen und zwei aus dem kuratorischen Bereich aus.

Künstlerinnen/Künstler:
Julia Bünnagel, Florian Dedek, Brigitte Dunkel, Miriam Gossing, Marcel Hiller, Christof John, Lena Ditte Nissen, Tammo Lünemann, Tobias Maring, Btihal Remli, Camilo Adolfo Sandoval Mora, Vanja Smiljanic, Karen Zimmermann

Kuratoren:
Patrick Haas, Florian Müller

Zum Bewerbungsschluss Mitte November 2020 waren insgesamt 192 Bewerbungen eingegangen (Vorjahr: 176). Die Altersspanne der Bewerberinnen und Bewerber lag zwischen den Jahrgängen 1941 und 1995. Das breite Altersspektrum spiegelt sich auch bei den ausgewählten Stipendiatinnen und Stipendiaten wieder. Ebenso in der Wahl ihrer Themen und Medien bilden die Bewerbungen die Vielfältigkeit künstlerischer Praxis ab. Multidisziplinäre und medienübergreifende Projekte, Bewegtbildmedien wie Videokunst und künstlerischer Dokumentarfilm sind ebenso vertreten wie malerische, performative, partizipatorische und fotografische Recherche- und Arbeitsvorhaben.

Zum Hintergrund:
2019 wurden vom Berufsverband der Bildenden Künstler Köln (BBK) erstmalig 15 „Recherche- und Arbeitsstipendien Bildende Kunst“ ausgeschrieben, die im Zuge der individuellen Künstlerförderung mit Mitteln der Stadt Köln ausgestattet wurden. Die altersunabhängigen Stipendien sollen professionellen Künstlerinnen und Künstlern, Kuratorinnen und Kuratoren der Bildenden Kunst und Medienkunst ermöglichen, sich für die Zeit der Förderung ohne wirtschaftlich-materiellen Zwang auf ein individuelles künstlerisches Projekt konzentrieren zu können. Die Stipendien werden als Teil jener Maßnahmen verstanden, mit denen die Stadt Köln die Entwicklung der bildenden Künstlerinnen und Künstler und Kuratorinnen und Kuratoren, die hier leben und arbeiten, stärken möchte.

Seit 2019 werden die Stipendien jährlich vergeben und sind mit jeweils 5.000 Euro dotiert. Das Konzept wurde 2019 vom Kulturwerk des BBK – in Abstimmung mit dem Kulturamt und dem Netzwerk AIC – entwickelt und durch den Rat der Stadt Köln beschlossen. Die Einführung dieser individuellen Künstlerförderung anhand von altersunbegrenzten Recherche- und Arbeitsstipendien war ein im Szenebericht 2018 und in der Kulturentwicklungsplanung (publiziert 2019) geäußerter Wunsch der Kölner Kunstszene. Diesem sind Kulturpolitik und Verwaltung nachgekommen, was nicht nur bei den hier lebenden Künstlerinnen und Künstlern großen Anklang findet, sondern auch aus dem weiteren Umfeld kultureller Institutionen und Akteuren mit viel Lob bedacht wird, so der BBK Köln.

Der Jury für das Recherchestipendium Bildende Kunst gehörten in diesem Jahr an:
Kris Dittel (Kuratorin, Rotterdam), Maurice Funken (Direktor, NAK Neuer Aachener Kunstverein), Oliver Gather (Künstler, Düsseldorf), Linda Nadji (Künstlerin, Köln), Jury-Vorsitzende Aneta Rostkowska (Direktorin Temporary Gallery Köln). Vom Kulturamt Köln war Nadine Müseler (Referentin für Bildende Kunst, Literatur und Neue Medien) beratend dabei, vom Organisationsteam des BBK nahmen Petra Gieler (Geschäftsführung BBK) und Doris Frohnapfel (Vorstandsmitglied BBK) an der Sitzung teil.

Das Kulturwerk des BBK begrüßt die Umsetzung der Recherche- und Arbeitsstipendien und freut sich auf die Umsetzung der 2020 geförderten Vorhaben und auf jene, die in den kommenden Jahren folgen werden. Die nächste Ausschreibung der 15 Recherche- und Arbeitsstipendien für Kölner Künstlerinnen und Künstler und Kuratorinnen und Kuratoren soll im Laufe des Jahres 2021 erfolgen. Mitte des Jahres ist eine Veranstaltung mit allen Stipendiatinnen und Stipendiaten 2020 zum Erfahrungs- und Fachaustausch der zweiten Stipendienrunde in der Temporary Gallery geplant.

Weitere Informationen zu den Recherchestipendien Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit