Politisches Begleitgremium informierte zum aktuellen Stand der Planungen

Die siebte Sitzung des Politischen Begleitgremiums zur "Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse" hat am vergangenen Freitag, 10. November 2023, stattgefunden. In der Sitzung wurden relevante Änderungen im Planungsabschnitt Innenstadt erörtert, die neuesten Entwicklungen der Beschlussvorlage präsentiert und die Planungen für die Bauzwischenstände bei beiden Alternativen sowie den Bauablauf für die unterirdische Alternative im Abschnitt Innenstadt vorgestellt. Vertreter*innen aus Politik und Stadtverwaltung erhielten so einen detaillierten, aktuellen Einblick in die Planungen.  

Anpassungsbedarf für Verkehrsführung im Bereich Innenstadt

Die Finalisierung der Planungen geht voran. Zuletzt wurde deutlich, dass die geplante Verkehrsführung im Bereich Innenstadt etwas angepasst werden muss. Das zeigten die Ergebnisse der Verkehrssimulation. Die Anpassungen betreffen die Abschnitte am Ring zwischen Aachener Straße und Richard-Wagener-Straße sowie in der „Kleine Sandkaul“ nähe Heumarkt. Die Planungsanpassungen sind notwendig, um den Verkehr in der Innenstadt langfristig mit einer ausreichenden Qualität abzuwickeln

erklärte Projektleiterin Hildegard Heide.  

Stand der Beschlussvorlage

Zudem wurden im Rahmen der Sitzung Entwicklungen zur Beschlussvorlage vorgestellt. Es ging dabei um den Stand des Kriterienkatalogs, die Terminschiene und die aktualisierte Kostenschätzung. Die Kosten wurden zuletzt in 2016 geschätzt. Im Vergleich zur aktuellen Kostenschätzung sind die Preise für den Ausbau im Wesentlichen auf Grund von Baupreissteigerungen (rund 45 Prozent) gestiegen. Die Entscheidung des Rates über die ober- oder unterirdische Alternative soll im Juni 2024 erfolgen.  

Bauzwischenzustände (beide Alternativen) und Bauablaufplanung für Tunnelvariante

Da der Ausbau in den Abschnitten Ost und West vor der Innenstadt fertig wird, sind für die Haltestellen in der Innenstadt Bauzwischenstände notwendig. Die Haltestellen werden im Bestand verlängert und angepasst beziehungsweise an anderer Stelle übergangsweise erstellt. Auf diese Weise können die neuen 90-Meter-Züge bis zum Beginn der Bautätigkeiten im Bereich Innenstadt eingesetzt werden.  

Schließlich wurde die Bauablaufplanung für die unterirdische Alternative thematisiert. Anhand der Planungen konnte die Verwaltung der Stadt Köln nachweisen, dass der ÖPNV-Betrieb auf den Linien 1, 7 und 9 während der überwiegenden Bauzeit aufrechterhalten werden kann. Bauphasen, in denen der Stadtbahnverkehr nicht möglich ist, werden mithilfe von Schienenersatzverkehr überbrückt. Die Projektverantwortlichen setzen alles daran, die Störungen für die Fahrgäste so gering wie möglich zu halten.  

Abschließend wurde das Fachgespräch am Dienstag, 14. November 2023, angekündigt. In diesem werden die Themen des Politischen Begleitgremiums mit Vertreter*innen der organisierten Stadtgesellschaft aus den Bereichen Mobilität und Wirtschaft besprochen und Fragen beantwortet.  

Über das Politische Begleitgremium

Um einen regelmäßigen Austausch zu den aktuellen Planungen der Ost-West-Achse zwischen der Politik und den beteiligten Ämtern zu sichern, beauftragte der Rat der Stadt Köln die Verwaltung in seiner Sitzung am 3. Februar 2022, ein Politisches Begleitgremium für das Projekt "Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse" einzurichten. Es setzt sich zusammen aus Vertreter*innen des Verkehrs- und Stadtentwicklungsausschusses, den Bezirksbürgermeister*innen der Bezirke Innenstadt, Lindenthal und Kalk, Vertreter*innen der KVB sowie Vertreter*innen der Verwaltung.  

Das Begleitgremium tagt bis zur Entscheidung durch den Rat der Stadt Köln für eine ober- oder unterirdische Projektalternative viermal jährlich. Anschließend ist zweimal jährlich eine Sitzung geplant, um das Projekt weiter zu begleiten.  

Über das Projekt

Das Bauvorhaben "Kapazitätserweiterung auf der Ost-West-Achse" ist ein Großprojekt mit wesentlicher Bedeutung für den ÖPNV, die Verkehrswende sowie die Entwicklung der Kölner Innenstadt. Dabei planen die Kölner Stadtverwaltung und die KVB die Infrastruktur für eine leistungsfähigere Linie 1. Das betrifft insgesamt 34 Haltestellen von Bensberg bis Weiden-West, an denen künftig längere Züge eingesetzt werden. Diese sind 90 statt 60 Meter lang und können rund 50 Prozent mehr Fahrgäste aufnehmen. Dafür werden fast alle Haltestellen der Linie 1 umgebaut und die Bahnsteige verlängert.  

Auftraggeberinnen sind die Stadt Köln und die KVB. Die ämterübergreifende "Projektgruppe Ost-West-Achse" betreut das Projekt. Sie besteht aus Mitarbeitenden des Amtes für Straßen und Radwegebau sowie des Amtes für Brücken, Tunnel und Stadtbahnbau. Die Projektgruppe arbeitet eng mit den KVB zusammen. Innerhalb des Projekts gibt es einzelne Teilprojektleitungen. So verantworten die KVB den rechtsrheinischen Ausbau, inklusive der Haltestellen im Bestandstunnel. Die beiden städtischen Ämter sind für die linksrheinische Planung verantwortlich

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit