Verwaltung beginnt mit ersten Veränderungen an freilaufenden Rechtsabbiegern
Im Laufe der kommenden Woche beginnt die Stadt Köln mit dem Aufstellen von Pollern an sechs Straßeneinmündungen mit so genannten freilaufenden Rechtsabbiegern. Darunter sind separate Abbiegespuren in Kreuzungen zu verstehen, die nicht in die Rot- und Grünphasen der Ampelanlagen einbezogen sind. Die Änderungen sollen als schnell umsetzbare Maßnahmen für mehr Verkehrssicherheit für Radfahrende sorgen.
An folgenden Knotenpunkten wird (in der genannten Reihenfolge) begonnen:
- Venloer Straße/Kamekestraße (von der Kamekestraße in die Venloer Straße),
- Wendelinstraße/Aachener Straße (von der Wendelinstraße in die Aachener Straße),
- Am Kümpchenshof/Hansaring (von Kümpchenshof in den Hansaring), - Höninger Weg/Am Vorgebirgstor (von Am Vorgebirgstor in den Höninger Weg),
- Escher Straße/Äußere Kanalstraße (von Escher Straße in die Äußere Kanalstraße),
- Geldernstraße/Mauenheimer Gürtel (von Geldernstraße in den Mauenheimer Gürtel).
An fünf der sechs Knotenpunkte wird das Rechtsabbiegen künftig über die Geradeausspur und die vorhandene Ampelanlage möglich sein. Lediglich das Rechtsabbiegen aus der Kamekestraße in die Venloer Straße wird vollständig unterbunden. Die Arbeiten an den sechs Kreuzungen sollen planmäßig bis Mitte Dezember 2019 abgeschlossen sein.
Parallel läuft derzeit noch die Detailplanung für eine Änderung des Rechtsabbiegens am Knotenpunkt Frankfurter Straße/Olpener Straße (von der Olpener Straße in die Frankfurter Straße).Die neue Regelung kann voraussichtlich auch noch in diesem Jahr umgesetzt werden. Der freilaufende Rechtsabbieger am Knotenpunkt Eifelwall/Luxemburger Straße ist bereits im Rahmen der derzeitigen Umbauten an der Ampelanlage provisorisch abgesperrt. Auch hier ist anschließend eine feste Änderung mit Pollern vorgesehen.
Hintergrund: Im vergangenen Jahr hat der Rat der Stadt Köln die Überprüfung, Neuplanung und gegebenenfalls den Umbau aller in Köln vorhandenen freilaufenden Rechtsabbieger beschlossen. In Köln kommt es an diesen Stellen immer wieder zu Konflikten zwischen Autofahrern und Fahrradfahrern, bedauerlicherweise in einigen Fällen auch zu Verkehrsunfällen mit Todesfolge. Die Verwaltung hat daraufhin alle insgesamt 480 freilaufenden Rechtsabbieger ermittelt. Dabei wurde die Vorgehensweise der Untersuchung zur sicheren Gestaltung von freilaufenden Rechtsabbiegern in einem Arbeitskreis mit Vertretern von Polizei, ADFC und VCD festgelegt. Für 120 Knotenpunkte wurde ein vergleichsweise hoher Handlungsbedarf erkannt. 40 dieser Knotenpunkte werden derzeit durch ein externes Ingenieursbüro detailliert untersucht. Die im Rahmen der Erstellung einer Machbarkeitsstudie entwickelten Maßnahmen sollen nach Möglichkeit auf die übrigen Knotenpunkte übertragen werden. Die acht oben genannten Knotenpunkte können nun bereits vorab mit relativ einfachen Mitteln, nämlich durch Abpollerungen, kurzfristig sicherer gemacht werden.