Bürgerinformationsveranstaltung zur zweiten Stufe des Verkehrsversuchs

Das Dezernat für Mobilität der Stadt Köln informiert in einer öffentlichen Informationsveranstaltung über die Planungen zur Einrichtung der Einbahnstraße auf der Venloer Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Piusstraße/Franz-Geuer-Straße. Dazu sind alle interessierten Bürger*innen eingeladen. Auch einzelne Umsetzungsschritte dieser zweiten Stufe des Verkehrsversuchs werden erörtert.

Diese Veranstaltung findet am Donnerstag, 28. September 2023, um 19 Uhr im Sitzungssaal des Bezirksrathauses Ehrenfeld (Nebeneingang; Venloer Straße 419-421, Köln-Ehrenfeld) statt. Die Veranstaltung dauert etwa zwei Stunden. Für die bessere Planbarkeit wird um Anmeldung per E-Mail hier gebeten.

Derzeit plant das Dezernat für Mobilität der Stadt Köln die Einrichtung einer Einbahnstraße auf der Venloer Straße zwischen Ehrenfeldgürtel und Piusstraße/Franz-Geuer-Straße in Fahrtrichtung Innenstadt. Dabei handelt es sich um die zweite Stufe eines Verkehrsversuchs, dessen Ziel es ist, die Verkehrssicherheit auf der Venloer Straße insbesondere für Fußgänger*innen und Radfahrer*innen zu verbessern und die Aufenthaltsqualität zu erhöhen. Im Erprobungsbereich soll wieder Tempo 30 eingeführt werden. Die Einbahnstraße soll für den Radverkehr in Gegenrichtung geöffnet werden. Nach bereits erfolgtem Beschluss durch den Verkehrsausschuss hat dies die Bezirksvertretung Ehrenfeld in der Sitzung am Montag, 25. September 2023, ebenfalls beschlossen. Die vorlaufenden Maßnahmen mit dem Aufstellen von Informationstafeln und dem Start der notwendigen Rück- und Umbauarbeiten sollen Anfang Oktober 2023 begonnen werden. Ab 23. Oktober 2023 soll die Einbahnstraße eingeführt werden. Die Restarbeiten hierzu wie die Demarkierung der X-Markierungen oder das Entfernen der mobilen Fahrbahnverengungen, sollen bis spätestens 10. November 2023 abgeschlossen werden.

Die Planung im Einzelnen

In der 1. Stufe des Verkehrsversuchs auf der Venloer Straße wurde zur Beruhigung des Verkehrsgeschehens Tempo 20 zwischen dem Ehrenfeldgürtel und der Piusstraße eingeführt. Die engen Vorgaben des Straßenverkehrsgesetzes und der Straßenverkehrsordnung erforderten jedoch das Abschalten der Ampel und Außerkraftsetzen der Fußgängerüberwege ("Zebrastreifen"). In der Praxis sorgte dies jedoch nicht für eine Verbesserung der Verkehrszustände, zumal das Ziel der Reduzierung des Autoverkehrs nicht erreicht werden konnte. Aus diesem Grund ist geplant, neben der bereits beschlossenen Einrichtung der Einbahnstraße, die zulässige Höchstgeschwindigkeit in der zweiten Stufe wieder auf 30 Stundenkilometer zu erhöhen, damit die Ampel in Höhe der Josephskirche (Klarastraße/Wahlenstraße) wieder eingeschaltet, die beiden vorhandenen Fußgängerüberwege wieder genutzt und – abhängig von den Ergebnissen der Bürgerbeteiligung – weitere Fußgängerüberwege geschaffen werden können.

Die Markierungen auf der Fahrbahn, die die Schutzstreifen für Radfahrer*innen außer Kraft gesetzt haben sowie die drei mobilen Fahrbahneinengungen, die im Rahmen der Stufe 1 des Verkehrsversuchs eingerichtet wurden, werden entfernt. Mit der Wiedereinrichtung von Tempo 30 wird die Venloer Straße, wie früher, wieder zur Vorfahrtsstraße und die Ampel angestellt.

Zum Hintergrund

Die Venloer Straße ist eine der zentralen Verkehrsadern in Ehrenfeld. Autofahrer*innen, Radfahrer*innen und Fußgänger*innen teilen sich einen engen Verkehrsraum, in dem ihre unterschiedlichen Ansprüche nur schwer miteinander zu vereinbaren sind. Um Konflikte zu minimieren und die Abwicklung des Verkehrs auf der lebendigen Geschäftsstraße zu verbessern, hat der Verkehrsausschuss Ende 2021 einen zweistufigen Verkehrsversuch beschlossen.

Wie in einer Mitteilung an den Verkehrsausschuss vom 22. August 2023 erläutert, ist die geplante Einrichtung der Einbahnstraße rechtlich umsetzbar.

Information zum Beschluss

Als Rechtsgrundlage dient § 45 der Straßenverkehrsverordnung. Eine entsprechende Gefahrenlage wurde beispielsweise im Radverkehrsgutachten für den Stadtbezirk Ehrenfeld seinerzeit bereits dargelegt.

Radverkehrsgutachten

Abgeschlossene erste Stufe des Verkehrsversuchs

In der ersten Stufe hat die Stadt Köln im November 2022 im Abschnitt zwischen Ehrenfeldgürtel und der Kreuzung Piusstraße/Franz-Geuer-Straße einen verkehrsberuhigten Geschäftsbereich mit Tempo-20-Zone eingerichtet. Gemäß den Vorgaben der Straßenverkehrsordnung mussten die bestehenden Fahrradschutzstreifen durch entsprechende Markierungen mit gelben Kreuzen formal außer Kraft gesetzt und die Ampelanlagen abgeschaltet werden. Seitdem gilt an allen Kreuzungen die Regel "rechts vor links". Zur weiteren Beruhigung des Verkehrs wurden an drei Stellen mobile Fahrbahnverengungen eingerichtet. Insgesamt 60 Kurzzeitparkplätze wurden nach Durchführung einer Öffentlichkeitsbeteiligung in Räume für Außengastronomie, Sitzgelegenheiten, Fahrradabstellanlagen, Abstellflächen für Sharing-Systeme oder Lastenräder umgewandelt.   

Weitere Informationen zum Verkehrsversuch Venloer Straße

Die Vorlage

Letzte Pressemitteilung zur Venloer Straße

Stadt Köln - Amt für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit