Stadt stellt Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch
Die Stadt Köln hat heute gegen eine Gruppe von circa 60 Personen Strafanzeige wegen Hausfriedensbruch bei der Polizei Köln eingereicht, die am heutigen Nachmittag kurzzeitig einige Büros innerhalb im Stadthaus besetzt hatten und unter anderem Transparente an der Fassade des Gebäudes angebracht hatten. Nach eigenen Angaben handelt es sich bei dem Personenkreis um "Sympathisant*innen des Wagenplatzes und des Autonomen Zentrums".
Wegen ausgestreuten Pulvers in einem Büro wurde die Berufsfeuerwehr Köln alarmiert, die keine gesundheitsschädlichen Stoffe feststellen konnte. Die Stadt Köln hatte im Dezember 2018 mit dem "Autonomen Zentrum" eine Verlängerung des Überlassungsvertrages für das genutzte Gebäude am Eifelwall bis zum Jahresende 2019 notariell abgeschlossen. Danach wird das Gelände benötigt für die Entwicklung der Parkstadt Süd.
Der Bauwagenplatz Krefelder Straße wird derzeit von einer Gruppe genutzt. Zwischen der Gruppe und der Stadt Köln ist ein regelmäßiger Austausch über die Zukunft des Geländes vereinbart. Für den Bauwagenplatz "Osterinsel" besteht ein gültiger Vertrag zwischen der Stadt Köln und der Nutzergruppe. Ein weiterer Bauwagenplatz in Mülheim befindet sich ebenfalls auf privatem Gelände.
Die heutige Aktion, insbesondere das Eindringen in Büros von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit teilweise über 30 Personen, verurteilt die Stadt Köln. Dies ist aus Sicht der Stadt Köln keine Art der Auseinandersetzung und des Dialoges.