Stadt Köln bewilligt erste Projekte im Förderprogramm "Dritte Orte"
Der Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren der Stadt Köln hat eine konkrete Planung zur Förderung im Rahmen des Programms "Dritte Orte" beschlossen. Danach sollen eine Förderung in Höhe von 201.500 Euro für Projekt- und Baukosten sowie ein Zuschuss von 284.370 Euro für institutionelle Förderungen erfolgen.
Dr. Harald Rau, Beigeordneter für Soziales, Gesundheit und Wohnen der Stadt Köln, begrüßt die Initiative der unterschiedlichen Vereine:
Mir ist die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements ein besonderes Anliegen, weil es in hohem Maß dazu beiträgt, dass unsere Gesellschaft überhaupt funktioniert.
Von Selbsthilfegruppen über Verbände verschiedener Religionen bis zu Initiativen für Menschenrechte sei für alle Generationen ein Angebot dabei. So gehört beispielsweise das Selbsthilfeprojekt "Kat 18 e.V." zu den geförderten Vereinen. Hier werden unter anderem Theater, Lesungen, Vorträge, Workshops und Yoga angeboten. Der Islamische Kulturverein in Deutz erhält einen Projektzuschuss für ein interkulturelles Nachbarschaftsfest und die "Jugendfarm Wilhelmshof e.V." bekommt einen Zuschuss zu den Baukosten für die Ertüchtigung eines zusätzlichen Raumes, der als offenes Familien-Café und multifunktional für Seminare und Projekte genutzt werden soll.
Wie groß der Bedarf für die Begegnung mit anderen Menschen in Köln auf der einen Seite und das bürgerschaftliche Engagement auf der anderen Seite ist, zeigte sich bereits in der Zahl der Interessierten an dem neu aufgelegten Programm. In kurzer Zeit wurden 37 Anträge gestellt, von denen sich 27 als förderfähig herausstellten. In seiner Sitzung am 6. Mai 2021 hat der Rat der Stadt Köln das Förderprogramm "Dritte Orte" beschlossen.
Ziel des Förderprogramms ist es, über Zuschüsse öffentliche Begegnungsräume in den Kölner Veedeln zu schaffen. Das Programm unterstützt Träger nicht kommerzieller Begegnungsinitiativen, die als "Dritte Orte" das gesellschaftliche Miteinander im jeweiligen Stadtteil (und darüber hinaus) beleben und prägen – vor allem in ihrem bürgerschaftlichen Engagement.
Neben dem "Ersten Ort", dem Zuhause, und dem "Zweiten Ort", beispielsweise dem Arbeitsplatz, kennt die Soziologie den "Dritten Ort": ein öffentlich zugänglicher, nicht kommerzieller Ort der Begegnung und Kommunikation.
Über niedrigschwellige Bildungs-, Beratungs- und Freizeitangebote fördern "Dritte Orte" generationsübergreifend das nachbarschaftliche Miteinander, die Teilhabe Einzelner am Leben im eigenen Wohnumfeld, den interkulturellen Austausch und das zivilgesellschaftliche Engagement.