Halle 76 soll rechtsrheinischer Standort für das Museum Ludwig werden
Eine Umschichtung der Fördersummen im Rahmen des kommunalen Investitionsfördergesetzes (KlnvFG) innerhalb der Stadt Köln macht es nun möglich, die denkmalgeschützte Halle 76 in Köln-Kalk zu einem Kulturraum für ein rechtsrheinisches Präsentationsforum des Museum Ludwig zu entwickeln. Ein Arbeitskreis unter Beteiligung des Baudezernates, der Gebäudewirtschaft, des Kulturdezernates, des Museum Ludwig und der Ludwig-Stiftung erarbeitet derzeit ein Konzept, das dann dem Rat zur Beschlussfassung vorgelegt wird.
Ende 2017 hatte der Rat der Stadt Köln die Revitalisierung der Hallen Kalk mit einem Budget von rund neun Millionen Euro beschlossen – geplant als reine Sanierungssicherung. Das Projekt wurde von der Bezirksregierung Köln genehmigt und beim Programm für Kommunale Investitionsfördergesetze (KlnvFG) des Landes NRW angemeldet, das sich mit 90 Prozent der Kosten beteiligt und somit einen Zuschuss von 8,1 Millionen Euro Zuschuss gewährt hätte. Da im Zuge des europaweiten Vergabeverfahrens kein Bieter für die erforderlichen tragwerksplanerischen und objektplanerischen Arbeiten gefunden wurde, hob die Stadt Köln die Ausschreibung auf. Hierdurch war die erforderliche Frist für die Fertigstellung der Maßnahme bis Ende 2020 nicht mehr erreichbar. Um einen Fördermittelverlust zu verhindern, werden die Fördergelder in Höhe von 8,1 Millionen Euro auf andere, laufende städtische Maßnahmen verteilt und stehen somit der Stadt Köln weiterhin zur Verfügung.
Die denkmalgeschützten Hallen Kalk sind teilweise über 100 Jahre alt und werden deshalb mit besonderen Schutzmaßnahmen vor einem Einsturz gesichert.