Köln ist eine Stadt, in der sich mehr als zehn Prozent der Stadtbevölkerung als lesbisch, schwul, bisexuell, trans- oder intergeschlechtlich (kurz "LSBTI") oder queer bezeichnen. Trotzdem gibt es auch hier immer noch Menschen, die ihre eigene sexuelle Orientierung oder Geschlechtsidentität aus Angst vor Benachteiligung, Hass, Hetze, Ausgrenzung oder gar Gewalt verbergen – sei es zu Hause, in der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit.
Um dem entgegenzuwirken, fördern wir seit 2022 Projekte zum Abbau von Diskriminierung und Gewalt gegenüber LSBTI-Personen mit einem eigenen Förderprogramm.
Anträge können von Montag, 17. März 2025 bis Donnerstag, 10. April 2025 einegreicht werden.
Förderungsberechtigt sind
- natürliche Personen
- eingetragene Vereine und nicht eingetragene Vereine, die als gemeinnützig anerkannt sind
- Initiativen und Gruppen
- Schulen
- gemeinnützige Gesellschaften mit beschränkter Haftung (gGmbH)
die sich gewaltpräventive Arbeit, Teilhabe- und Antidiskriminierungsarbeit mit LSBTI-Bezug zur Aufgabe gesetzt haben.
Wir fördern Projekte in Köln, die ein oder mehrere der folgenden Ziele verfolgen:
- Prävention und Abbau von LSBTI-feindlicher Gewalt
- Prävention und Abbau von häuslicher Gewalt gegenüber LSBTI-Personen
- Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung von LSBTI-Personen
- Förderung von diskriminierungsfreier Teilhabe von LSBTI-Personen
Mehr Informationen zu den Förderbedingungen finden Sie in der Richtlinie zum LSBTI-Förderprogramm:
Im Jahr 2025 soll ein besonderer Fokus auf Projekten liegen, die die Queerfeindlichkeit in Schulen adressieren.
Das Gesamtbudget für 2025 beläuft sich auf 100.000 Euro. Die Höhe der einzelnen Projektförderungen kann minimal 500 Euro und maximal 10.000 Euro betragen.
Ihr Antrag muss die vollständig ausgefüllten Antragsunterlagen inklusive Finanzplan enthalten. Bei (eingetragenen) Vereinen benötigen wir außerdem eine Kopie der Satzung sowie einen Vereinsregisterauszug.
Bitte senden Sie uns die ausgefüllten Unterlagen bis zum 10. April 2025 per E-Mail zu.
Wenn Sie Interesse an der Förderung haben, empfehlen wir Ihnen, sich möglichst frühzeitig von uns beraten zu lassen – spätestens zwei Wochen vor der Antragsfrist. Rufen Sie uns gerne unter 0221 / 221-39985 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular, damit wir Ihnen eine erste Einschätzung zu Ihrer Projektidee geben können.
Folgende Fristen sind zu beachten:
- Frist zur Antragsstellung: 10. April 2025
- Bewilligung der Projektförderung durch den Ausschuss für Soziales, Seniorinnen und Senioren: 5. Juni 2025 (voraussichtlich)
- Möglicher Projektzeitraum: 1. September 2025 bis spätestens 31. August 2026
- Projektstart: spätestens zum 1. Dezember 2025
- Maximale Projektlaufzeit: bis zu 12 Monate (maximal bis 31. August 2026)
Mit Einführung des LSBTI-Förderprogramms setzen wir die Maßnahme 10.12 unseres LSBTI-Aktionsplans um. Diesen hat der Rat unter dem Titel "Selbstverständlich unterschiedlich: Aktionsplan der Stadt Köln zur Akzeptanz von sexueller und geschlechtlicher Vielfalt" im Dezember 2021 verabschiedet.
Unser Aktionsplan bündelt mehr als 160 Maßnahmen mit LSBTI-Bezug, darunter bereits laufende sowie künftige Projekte.
Rufen Sie uns bei Beratungsbedarf oder Rückfragen bitte unter 0221 / 221-39985 an oder nutzen Sie unser Kontaktformular:
Im Jahr 2024 standen für das LSBTI-Förderprogramm Mittel in Höhe von 70.000 Euro zur Verfügung. Während der Antragsphase haben uns insgesamt 39 Projektanträge erreicht:
- 15 Projekte erhielten eine Förderung in Höhe von 70.000 Euro
- 24 Anträge konnten nicht bewilligt werden
Informationen zu den bewilligten Projekten finden Sie hier:
Im Jahr 2023 standen für das LSBTI-Förderprogramm Mittel in Höhe von 70.000 Euro zur Verfügung. Während der Antragsphase haben uns insgesamt 30 Projektanträge erreicht:
- 14 Projekte erhielten eine Förderung in Höhe von 70.000 Euro
- 16 Anträge konnten nicht bewilligt werden
Informationen zu den bewilligten Projekten finden Sie hier:
Für das LSBTI-Förderprogramm 2022 wurde eine Fördersumme in Höhe von 80.000 Euro bereitgestellt. Der Zeitraum zur Umsetzung der Projekt war vom 1. Dezember 2022 bis 31. Dezember 2023. Es gingen 19 Projektanträge ein, ein Antrag wurde vor Antragsschluss zurückgezogen, drei Anträge wurden abgelehnt. 15 Projekte wurden positiv beschieden. Von den 15 bewilligten Projektanträgen wurden 13 Projekte erfolgreich beendet. Zwei Projekte konnten nicht durchgeführt werden und der Förderbetrag wurde zurücküberwiesen.
Informationen zu den bewilligten Projekten finden Sie hier:
autismus Köln/Bonn e. V.: Mit diesem Projekt konnte ein Austauschraum für queere* Menschen aus dem Autismus-Spektrum realisiert werden. Mit der Schaffung eines "Safer Spaces" wurde die Sichtbarkeit für das Thema erhöht und queere* Themen aus dem autismusspezifischen Kontext in den Fokus gerückt. Durch die städtische Förderung konnten Beratungen für queere* Menschen mit einer Autismus-Spektrum-Störung sowie Beratungen für Fachleute und Angehörige angeboten werden. Auch regelmäßige Gruppentreffen konnten stattfinden.
AWO Kreisverband Köln e. V: Mit "Queeres Mülheim Plus" setzt sich der Runde Tisch Seniorenarbeit im Bezirk Mülheim für Sichtbarkeit und Teilhabe von LGBTIQ-Senior*innen ein. Das Projekt hat sich zum Ziel gesetzt, Begegnung und Vernetzung, Sensibilität und Öffnung für Vielfalt im Alter in den Fokus zu rücken. Durch die städtische Förderung konnten Angebote für LGBTIQ-Senior*innen geschaffen werden. Es wurden Gruppentreffen und Veranstaltungen von und mit Senior*innen und Akteur*innen des Runden Tischs Seniorenarbeit organisiert. Die Teilnahme an der CSD-Parade als Höhepunkt des Projekts "Queeres Mülheim Plus" gilt als Initialzündung für weitere Vernetzung, Begegnung und fachlichen Austausch.
"ReconQueer the stage" ist ein von der Stadt Köln gefördertes Projekt, das es sich zum Ziel gesetzt hat, einen Raum, eine "Open Stage" (offene Bühne) zu schaffen, die zum Experimentieren, zum Austausch, zur Vernetzung und zur Stärkung der queeren Kunst- und Kulturszene einlädt. Willkommen in dem intersektional konzipierten Safer Space sind alle queeren Menschen und Allies aus Köln und Umgebung sowie jedwede Kunstform (wie zum Beispiel Musik, Drag, Poesie, Comedy). Insgesamt konnten mehr als 40 Künstler*innen auftreten und 200 Besucher*innen erreicht werden.
Der "Trans*queere Chor" ist ein selbst organisiertes Gemeinschaftsprojekt, das im Sommer 2022 gegründet wurde und sich insbesondere an TINAQ*-Menschen – also trans*, inter*, nicht-binäre, agender (= ungeschlechtlich oder geschlechtslos) und/oder queere Personen – richtet. Der "Trans*queere Chor" ist der erste Chor in Köln, der explizit trans*- und inter*inklusiv ist. Das Chorprojekt wurde mit Unterstützung der Stadt Köln umgesetzt. Im Fokus stand der Austausch der Sänger*innen, die Freude am gemeinsamen Musizieren und die einjährige Vorbereitung auf ein Konzert vor Publikum. Dieses Vorhaben wurde erreicht. Das Konzert ermöglichte den Sänger*innen zum Abbau von Diskriminierung und Ausgrenzung von LSBTI-Personen (insbesondere TINAQ*-Personen) und zur Förderung der diskriminierungsfreien, kulturellen Teilhabe, wie dem Singen in einem Chor, beizutragen. Die Rückmeldungen auf das Konzert waren durchweg positiv.
