Wie gefährlich ist der Umgang mit den einzelnen Produkten?
Feinste Asbestfasern, die eingeatmet werden, können in seltenen Fällen beim Menschen Krebs des Rippen- und Bauchfelles hervorrufen. Deshalb muss die Freisetzung solcher Fasern in die Atemluft vermieden werden.
Asbest wurde in der Vergangenheit in verschiedenen Baumaterialien eingesetzt. Je nachdem, um welche Materialien es sich handelt, kann unsachgemäßer Umgang damit zur Freisetzung von Asbestfasern führen.
Diese Baustoffe können in schwach gebundene Asbestprodukte und Asbestzementprodukte eingeteilt werden.
Die nachfolgende Übersicht gibt Auskunft darüber, um welche Materialien es sich handelt, wofür sie verwendet werden und wie die Gefährdung, die von ihnen ausgeht, einzuschätzen ist.
Schwach gebundene Asbestprodukte
- Charakterisierung
Asbestgehalt über 80 Prozent Verwendung meist in Innenräumen - Anwendungen
Brandschutzmaterial: Platten (Promabest), Spritzasbest, Asbestschnüre (Ofenrohre) - Gefährdung bei normaler Nutzung
Von direkt im Raum vorhandenen Produkten können bereits bei Erschütterungen Fasern in die Atemluft freigesetzt werden. - Gefährdung bei unsachgemäßer Nutzung
Unsachgemäßes Arbeiten am Asbest kann die Atemluft mit großen Mengen von Asbestfeinstaub belasten. - Maßnahmen
Bewertung durch einen Gutachter. Wenn eine Sanierung erforderlich ist: Beauftragung einer Fachfirma. Arbeiten am Material unterlassen! Auch Kleinteile wie Pappen oder Schnüre aus Asbest müssen fachgerecht entsorgt werden. Beim Gesamtverband Schadstoffsanierung e. V. finden sie weiterführende Informationen.
Asbestzementprodukte
- Charakterisierung
Asbestgehalt bis etwa 15 Prozent Verwendung überwiegend im Außenbereich - Anwendungen
Dacheindeckungen (Eternit), Fassadenplatten, Balkonverkleidungen, Blumenkübel, Fensterbänke - Gefährdung bei normaler Nutzung
Bei bestimmungsgemäßem Gebrauch setzen Asbestzementprodukte keine nennenswerten Fasermengen frei. Stark verrotteter Asbestzement im Außenbereich kann Fasern freisetzen. - Gefährdung bei unsachgemäßer Nutzung
Schneiden, Bohren und Schleifen von Asbestzement setzen große Mengen von Asbestfeinstaub fei. Beim Reinigen von Eternitdächern können ebenfalls erhebliche Fasermengen freigelegt werden. - Maßnahmen
Arbeiten am Material unterlassen! Dächer und Fassaden nur in feuchtem Zustand demontieren. Kleinteile wie Blumenkübel oder kleinformatige Platten mit Wasser befeuchten, in eine doppelte Plastikfolie einpacken und zukleben.
Kontakt
Gesundheitsamt der Stadt Köln
Herr Bork, Telefon: 0221 / 221-24753
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