Projekt zur Integration von neuzugewanderten EU-Bürger*innen
In seiner Sitzung am Donnerstag, 8. Dezember 2022, hat der Rat der Stadt Köln beschlossen, dass das neue Projekt "INKA – In Köln Ankommen" umgesetzt werden soll. Ziel des Projekts ist es, die Lebenssituation von besonders benachteiligten neuzugewanderten Unionsbürgern*innen und deren Kindern und Jugendlichen bis zu 18 Jahren zu verbessern.
Ermöglicht wird das zunächst auf vier Jahre angelegte Projekt durch eine Förderung im Rahmen des Europäischen Sozialfonds (ESF) Plus Programms "EhAP Plus – Eingliederung hilft gegen Ausgrenzung der am stärksten benachteiligten Personen". Das Projektvolumen von rund zwei Millionen Euro wird zu 95 Prozent aus Fördermitteln finanziert.
Seitdem die beiden Vorgänger-Projekte "ALVENI" links und rechts vom Rhein im Dezember 2020 ausgelaufen waren, gab es für die EhAP- Zielgruppe der neuzugewanderten Unionsbürger*innen in Köln keine ergänzenden niederschwelligen und aufsuchenden Beratungsstrukturen mehr, um sie an das bestehende soziale Regelsystem heranzuführen. Damit fehlte eine wichtige und notwendige Verbindungsbrücke.
Das neue EhAP-Plus-Projekt "INKA" soll dazu beitragen, die individuellen Lebenssituationen zu verbessern und eine soziale Eingliederung von Unionsbürger*innen zu vereinfachen, die besonders von Armut und sozialer Ausgrenzung bedroht sind. Dies wird durch die erleichterte Inanspruchnahme der in Köln vorhandenen Angebote des regulären Hilfesystems ermöglicht.
Die Stadt Köln bildet dazu einen Projektverbund mit drei erfahrenen Trägern aus der Kölner Beratungslandschaft. Namentlich sind dies:
- Der Caritasverband für die Stadt Köln e.V.
- Das Lernende Region-Netzwerk Köln e.V.
- Die Förderungs- & Bildungsgemeinschaft Jugend- und Altenarbeit Vingst/Ostheim e.V.
Gemeinsam mit diesen wird in den Stadtteilen Meschenich, Mülheim und Kalk das Angebot an niederschwelligen Beratungsstellen und Anlaufstellen für neuzugewanderte Menschen aufgebaut. Die Mitarbeitenden sorgen unter anderem mit Streetwork für eine niedrigschwellige kultur-, gender- und sprachsensible zugehende Ansprache der genannten Zielgruppe. Sie beraten und begleiten Menschen zu den bestehenden sozialen Regelangeboten. Damit erfüllt "INKA" vor Ort eine wichtige Brückenfunktion und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Armutsbekämpfung und Antidiskriminierung sowie zur Milderung von sozialen Problemen.
Das neue Projekt wird auch die bestehenden städtischen Programme für neuzugewanderte Unionsbürger*innen ergänzen und dafür Sorge tragen, dass diese von der Zielgruppe genutzt werden, so etwa das Maßnahmenpaket "Humanitäre Hilfen für Menschen aus den Staaten der EU-Osterweiterung", die Clearingstelle für "Migration und Gesundheit in Köln" und die Maßnahme "Willkommen und Ankommen in Köln".