Dr. h.c. Petra Roth

Die frühere Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt am Main, Dr. h.c. Petra Roth, ist Preisträgerin des Konrad-Adenauer-Preises der Stadt Köln 2012. Das Kuratorium würdigte mit der Auszeichnung ihre herausragende Persönlichkeit und ihr kommunalpolitisches Engagement für Frankfurt am Main und andere Kommunen.
Dr. h.c. Roth appellierte im Rahmen der Preisverleihung daran, die Entwicklung von Metropolregionen voranzubringen, wie es Greater London, Grand Lyon und Grande Milano zeigten. Eine umfassende kommunale Neuordnung, um urbane Großregionen auch unter Überschreitung oder Abschaffung von Ländergrenzen zu schaffen, sei ein Projekt von europäischer Bedeutung.
Sie begann ihre politische Karriere 1972 als Sozialbezirksvorsteherin in Frankfurt am Main und war von 1987 bis 1995 Mitglied des Hessischen Landtages. Von 1995 bis zu ihrem Rücktritt im Jahr 2012 war sie Oberbürgermeisterin der Stadt Frankfurt. In ihren Amtszeiten als Präsidentin des Deutschen Städtetages (1997 bis 1999, 2003 bis 2005 und 2009 bis 2011) warb die Preisträgerin für ein neues Verständnis von Kommunalpolitik und setzte sich für Integration in den Bereichen Gesundheit, Religionen und Migration ein.
Neben dem Konrad-Adenauer-Preis der Stadt Köln erhielt sie weitere Auszeichnungen, unter anderem war sie ebenfalls im Jahr 2012 Preisträgerin des Julius-Campe-Preises. Für ihre Förderung der akademischen und kulturellen Beziehungen zwischen den Partnerstädten Tel Aviv und Frankfurt am Main verlieh die Universität Tel Aviv ihr 2005 den Ehrendoktortitel. Im Jahr 2015 wurde ihr das Bundesverdienstkreuz 1. Klasse verliehen. Seit 2017 ist sie Ehrenbürgerin der Stadt Frankfurt am Main.