Ein Canyon für Köln

Das ist wohl unser exotischstes Projekt – und zwar sowohl in botanischer als auch in baulicher Hinsicht: der Neubau der Schaugewächshäuser im Botanischen Garten. Die Stahl-Glaskonstruktion der dreiflügeligen Anlage ist weit über die Mauern des Botanischen Gartens hinaus sichtbar und sehr markant. Aufbau und Technik der drei Häuser für Nutzpflanzen, tropische Gewächse sowie Wüstenpflanzen sind zudem ingenieurtechnisch hochkomplex. Dazu gehört zum Beispiel die Mess- und Regelanlage zur Steuerung der sehr unterschiedlichen Anforderungen an die Klimabedingungen.
Aktueller Stand

Aktuell gehen wir davon aus, dass wir dieses einmalige Projekt im zweiten Quartal 2025 fertigstellen und an das Amt für Landschaftspflege und Grünflächen übergeben werden. Die Öffnung für Besucher*innen soll danach möglichst bald erfolgen.
Bis dahin beheben wir noch Mängel in weiteren Gewerken und erledigen Restarbeiten an einer der künftigen Hauptattraktionen: den an höchster Stelle mehr als fünf Meter über Bodenniveau liegenden Höhenweg.

Anfang 2023 haben wir drei Wochen lang Haustechnik und Klima auf Herz und Nieren geprüft. Bei simulierten klimatischen Bedingungen wurden die einzelnen technischen Komponenten hinsichtlich ihrer Funktion und der gemeinsamen Interaktion erprobt. Anschließend erfolgte eine dreimonatige Testphase für den Betrieb unter den natürlichen außenklimatischen Bedingungen.
Einige der während der Probephasen und auch noch später aufgetretenen Störungen haben wir schnell beheben können. Andere sind schwieriger zu lösen, weil viele Komponenten der Anlage voneinander abhängig sind und nur gemeinsam funktionieren können.

Nach dem Richtfest im August 2020 war der Bau zügig fortgeschritten. Stahlaufbau und Verglasung von Nutzpflanzen-, Tropen- und Wüstenhaus waren mit nur wenigen Unterbrechungen schnell abgeschlossen. Der Innenausbau konnte beginnen. Jedoch wurde der Fortschritt durch die Insolvenz einer Heizungsbaufirma ausgebremst. Dadurch mussten wir die erforderlichen Leistungen aufwändig neu ausschreiben, bis im November 2022 eine Nachfolgefirma beauftragt werden konnte. Das Investitionsvolumen beträgt aktuell rund 19,3 Millionen Euro.