
Jährlich erleiden in Deutschland rund 120.000 Menschen außerhalb des Krankenhauses einen plötzlichen Herzstillstand. Nur jede*r zehnte Betroffene überlebt. Bei einem plötzlichen Herz-Kreislauf-Stillstand kommt es innerhalb von drei bis fünf Minuten zu irreversiblen Schäden im Gehirn, wenn keine Herzdruckmassage durchgeführt wird. In mehr als der Hälfte der Fälle sind jedoch Personen anwesend, die eingreifen und durch eine Herzdruckmassage die Zeit bis zum Eintreffen des professionellen Rettungsdienstes überbrücken könnten.
Drei Schritte zur Lebensrettung
Prüfen
- Reagiert die angesprochene Person auf auf Ansprache und Anfassen?
- Prüfen Sie die Atmung des Betroffenen.
Rufen
Bei schweren Verletzungen oder Störungen der lebenswichtigen Funktionen, unklaren Symptomen oder Situationen, in denen Sie unsicher sind, rufen Sie immer die Notrufnummer 112. Unsere Disponent*innen leiten Sie durch alle weiteren Schritte.
Ist eine zweite helfende Person vor Ort, kann diese den Notruf übernehmen, während Sie mit Erste-Hilfe-Maßnahmen starten.
Drücken
Beginnen Sie mit der Herz-Druck-Massage:
- Knien Sie neben der betroffenen Person in Höhe des Brustkorbs.
- Machen Sie den Oberkörper der betroffenen Person frei.
- Legen Sie den Ballen einer Hand auf die Mitte des Brustkorbs.
- Setzen Sie den Ballen der anderen Hand auf die erste Hand.
- Strecken Sie beide Arme und drücken Sie den Brustkorb senkrecht von oben.
- Drücken Sie mit einer Frequenz von 100 bis 120 Mal pro Minute.
- Drücken Sie circa 5 bis 6 Zentimeter tief nach unten.
- Entlasten Sie dann wieder den Brustkorb.
- Druck- und Entlastungsdauer sollten gleich sein.
Führen Sie die Maßnahmen so lange durch, bis der Rettungsdienst eintrifft und Sie ablöst.